Anisplätzchen - wunderbar würziges Knuspergebäck zu Weihnachten

Anisplätzchen - wunderbar würziges Weihnachtsgebäck

Diese Jahr habe ich das erste mal Anisplätzchen selber gebacken… und sie sind gleich so gut gelungen, dass Ihr sie unbedingt auch ausprobieren müsst. So würzig, so luftig, so knusprig und… echt traditionell

Ich liebe Anisplätzchen sehr, aber ich habe sie bisher immer gekauft. Nur dieses Jahr gab es sie an der Stelle, wo ich sie sonst immer gekauft hatte, einfach nicht mehr. Na ja kann wohl daran liegen, dass Anis nicht jedermanns Geschmack ist.

Somit habe ich mich hingesetzt und angefangen zu recherchieren. Wahnsinnig viel habe ich letztendlich über Anisplätzchen nicht gefunden. Nur, dass es unglaublich wichtig ist, dass die Plätzchen mindestens 10 Stunden, besser über Nacht antrocknen müssen, bevor sie gebacken werden. Und… ich glaube das ist der Haupt-Trick, dass sie nicht auf Backpapier, sondern auf einem mit Butter gefetteten und anschließend leicht mit Mehl bestäubten Backblech gebacken werden. Erst wenn all das beherzigt wird bekommen die Anisplätzchen das berühmte Füßchen, welches sie so knusprig macht. 

Also, probiert das Anisplätzchen-Rezept aus und lasst Euch überraschen, wenn die erst unscheinbaren Teig-Kleckse auf dem Backblech im Backofen plötzlich „aufspringen“ und ihr knuspriges Füßchen bilden. Na ja und wenn dann der zarte Anisduft beginnt durch’s Haus zu strömen, dann habt Ihr im Nu wundervolle Weihnachtsstimmung gezaubert. 

Anisplätzchen - wunderbar würziges Weihnachtsgebäck

Rezept für wunderbar knusprige Anisplätzchen:

Zutaten für ca. 60 bis 80 Stück:

  • 3 Eier (M)
  • 200 g Puderzucker (gesiebt)
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 225 g Mehl (gesiebt)
  • ca. 1 EL (je nach Belieben auch mehr) gemahlenen Anis 

Vorgehensweise:

  • Als erstes zwei Backbleche gut mit Butter fetten und anschließend leicht mit Mehl bestäuben.
  • Dann einen großen Topf zu viertelt voll mit Wasser füllen und leicht erhitzen. Jetzt die Eier mit dem gesiebten Puderzucker, dem Vanillezucker und der Prise Salz in eine Schüssel geben, die in den Topf passt. Die Schüssel nun in den warmen Wasserbad-Topf stellen und das Eier-Zucker-Salz-Gemisch im warmen Wasserbad schaumig schlagen. Aus dem Wasserbad herausnehmen und noch einige Minuten weiter rühren, bis das Gemisch langsam wieder kalt wird und eine cremig-weiße Konsistenz angenommen hat. Anschließend das mit dem gemahlenen Anis vermischte Mehl nach und nach über das Eier-Zucker-Salz-Gemisch sieben und immer wieder gut unterheben. Nicht mehr zu stark rühren.
  • Den fertigen Teig nun in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und mit Abstand kleine Tupfen auf die vorbereiteten Backbleche spritzen. Alternativ den Teig mit zwei Teelöffeln als kleine Häufchen auf die Backbleche setzen.
  • Jetzt die Anisplätzchen mindestens 10 Stunden, besser über Nacht, bei Raumtemperatur trocknen lassen. Sie sollten eine feste Oberfläche bekommen und sich auf dem Backblech verschieben lassen. 
  • Backofen auf 150 ° Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann die Anisplätzchen ca. 12 bis 13 Minuten backen. Dabei ist es so spannend zu sehen, wenn die Plätzchen plötzlich anfangen zu „springen“ bzw. ihre „Füßchen“ bilden. Die Plätzchen nicht zu lange backen, damit sie noch möglichst weiß auf der Oberseite bleiben. Die Plätzchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.  
 
Anisplätzchen - wunderbar würziges Weihnachtsgebäck

Könnt Ihr die feste Unterseite, die sog. Füßchen, sehen?! Dies ist der knusprige Teil der Anisplätzchen. Obendrauf ist dann die wunderbar leichte Haube, die ein bisschen ähnlich wie ein Macaron ist.

Anisplätzchen - wunderbar würziges Weihnachtsgebäck

Die Anis-Plätzchen ähneln sog, Springerlen, die zum sog. Bildgebäck gehören, da sie auf ihrer Oberfläche Abbildungen zeigen, die durch das Backen in sog. Springerle-Formen entstehen. Ein beliebtes Motiv ist dabei ein Reiter bzw. ein Springer. Daher vielleicht der Name Springerle oder auch bei ihnen durch das Aufgehen bzw, Ausspringen und dabei ebenfalls der Bildung eines Füßchens. 

Anisplätzchen - wunderbar würziges Weihnachtsgebäck
Anisplätzchen - wunderbar würziges Weihnachtsgebäck

Im Prinzip ist die Herstellung der Anis-Plätzchen nicht weiter kompliziert. Trotzdem kostet das Ganze ein bisschen Zeit, da die ungebackenen Plätzchen unbedingt etwas länger trocknen sollten. Je länger diese Trocknungsphase ist um so schöner kann der Teig später beim Backen aufgehen und den typischen festen Sockel untendrunter bilden. 

Probiert sie aus… wer Anis mag, der wird sie lieben. Da bin ich mir sicher. Viel Spaß beim Backen und eine wunderschöne Adventszeit für Euch,

Amalie

Anisplätzchen - wunderbar würziges Knuspergebäck zu Weihnachten

Vorbereitungszeit1 day 20 Minuten
Zubereitungszeit33 Minuten
Backzeit13 Minuten
Author: Amalienwohnzimmer.com

Kochutensilien

  • 2 Backbleche gefettet und mit Mehl bestäubt

Zutaten

  • 3 Eier (Größe M)
  • 200 g Puderzucker (gesiebt)
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 225 g Mehl (gesiebt)
  • ca. 1 EL Anis (gemahlen) (je nach Belieben auch mehr oder weniger verwenden!)

Anleitungen

  • Als erstes zwei Backbleche gut mit Butter fetten und anschließend leicht mit Mehl bestäuben.
  • Dann einen großen Topf zu viertelt voll mit Wasser füllen und leicht erhitzen. Jetzt die Eier mit dem gesiebten Puderzucker, dem Vanillezucker und der Prise Salz in eine Schüssel geben, die in den Topf passt. Die Schüssel nun in den warmen Wasserbad-Topf stellen und das Eier-Zucker-Salz-Gemisch im warmen Wasserbad schaumig schlagen. Aus dem Wasserbad herausnehmen und noch einige Minuten weiter rühren, bis das Gemisch langsam wieder kalt wird und eine cremig-weiße Konsistenz angenommen hat. Anschließend das mit dem gemahlenen Anis vermischte Mehl nach und nach über das Eier-Zucker-Salz-Gemisch sieben und immer wieder gut unterheben. Nicht mehr zu stark rühren.
  • Den fertigen Teig nun in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und mit Abstand kleine Tupfen auf die vorbereiteten Backbleche spritzen. Alternativ den Teig mit zwei Teelöffeln als kleine Häufchen auf die Backbleche setzen.
  • Jetzt die Anisplätzchen mindestens 10 Stunden, besser über Nacht, bei Raumtemperatur trocknen lassen. Sie sollten eine feste Oberfläche bekommen und sich auf dem Backblech verschieben lassen. 
  • Backofen auf 150 ° Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann die Anisplätzchen ca. 12 bis 13 Minuten backen. Dabei ist es so spannend zu sehen, wenn die Plätzchen plötzlich anfangen zu "springen" bzw. ihre "Füßchen" bilden. Die Plätzchen nicht zu lange backen, damit sie noch möglichst weiß auf der Oberseite bleiben. Die Plätzchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.   

Dieser Beitrag hat 15 Kommentare

    1. aboutamalie

      Yes, they are really wonderful. Thank you for your nice words. Christmas greetings to you! 🎄

    1. aboutamalie

      Das kann ich mir vorstellen. Das ist ja auch eher kein modernes Rezept. 😏 Aber gerade deshalb hat es den Weg auf meinen Blog gefunden, da ich finde dass man so alte „Schätze“ nicht vergessen sollte. Aber viele mögen heute zutage halt keinen Anis mehr. Ich schon.. ! 🤗

      1. lisaskuchentraum

        Ich auch …. ich hab auch die Haferflockenmakronen von meiner Oma auf meinem Blog, weil die gehören für mich mein lebenslang zu Weihnachten 🎄

    1. aboutamalie

      Liebe Regula,
      was für ein schöner Name und wie nett, dass meine deutschen Anisplätzchen sogar aus der Schweiz kommentiert werden. Und natürlich herzlichen Dank für den Rezepthinweis für Deine Chräbeli, die wir hier Springerle nennen.
      Schöne Vorweihnachtszeit für Dich und liebe Grüße aus Bayern schickt Dir,
      Amalie

  1. Bijou

    Ich habe das Rezept ausprobiert, es ist super! Die Anisplätzche schmecken und sehen sehr gut aus.😋

    1. aboutamalie

      Uiiii…wie mich das freut, dass Du mir geschrieben hast. Und noch viel mehr freut mich, dass Dir die Anisplätzchen gelungen sind und sie Dir offenbar schmecken. Hast Du sie wirklich über Nacht stehen lassen, bevor Du sie gebacken hast? Das ist nämlich, glaube ich der Trick, damit sie das typische Füsschen bekommen? Ich hab’s noch nicht ohne die ‚Nacht-Ruhe‘ probiert.
      Liebe Grüße aus dem Wohnzimmer,
      Amalie

  2. Klaus

    Leider gibt es keine Flüsschen und die Teile werden nicht hoch. Der Geschmack ist gut. Was mich wundert, kein Backpulver. .
    Was mach ich falsch.

    1. aboutamalie

      Lieber Klaus,
      wie schade, dass es offenbar nicht ganz so gut geklappt hat, mit Deinen Anisplätzchen. Ich hab da so eine Vermutung, warum sie nicht so ideal geworden sind. Kann es sein, dass Du die Plätzchen vor dem Backen nicht noch über Nacht ruhen hast lassen und hast Du sie wirklich auch auf einem leicht gefetteten und mit Mehl bestäubten Blech gebacken? Und nicht einfach nur auf einem Backpapier? Das sind nämlich die Hauptanforderungen, damit du die Füsschen an die Kekse bekommst. Würde mich freuen, wenn Du mir dazu eine ehrliche Antwort schreiben würdest, damit hier alle erfahren, ob das wirklich die relevanten Tricks sind, damit alles klappt. Bei mir hat’s jedenfalls gleich beim ersten Mal geklappt …aber ich habe auch all diese Anforderungen brav eingehalten.
      Liebe Grüße aus dem Wohnzimmer,
      Amalie

  3. Alexandra

    Hallo Amalie, die Anisplätzchen gehören schon seit Jahren in unser festes Assortiment (große Anisliebhaber). Ich folge dann immer dem Kochbuch meiner Oma. Ein paar Unterschiede zu deinem Rezept: das Mehl wird zur Hälfte mit Speisestärke ersetzt, etwas mehr Zucker, ohne Wasserbad, aber vor allem backen sie 30-40 Minuten.
    Ich habe sie jetzt mal nach 13 Minuten rausgenommen, aber dann sind sie wirklich noch halb roh. Liegt das am Wasserbad oder an der Zuckermenge, dass die Zeiten so unterschiedlich sind?
    Ich versuche vielleicht heute Abend mal deine Version. Ich benutze übrigens oft Backpapier und habe trotzdem Füßchen. Lg, Alexandra

    1. aboutamalie

      Liebe Alexandra,
      freut mich von Dir zu hören. Also, dass Deine Plätzchen 30 bis 40 Minuten backen müssen, das erstaunt mich sehr. Sind sie denn nach so langer Zeit nicht sehr hart und bleiben sie trotzdem auf der Oberfläche noch so schön weiß? Könnte es sein, dass Dein Teig weniger luftig ist, da Du ihm nicht das Wasserbad gönnst und ihm mehr Zucker gibst? Auch die Speisestärke macht natürlich einen ganz anderen Teig, als ich ihn verwende. Deshalb kann ich Dir dazu leider nix sagen. Interessant finde ich, dass Du auf Backpapier bäckst und trotzdem Füßchen bekommst. Das habe ich noch nicht ausprobiert, weil davon überall abgeraten wird, da es so wichtig sei, dass die Kekse nach der Ruhezeit, die sie ja auch schon austrocknen lässt, auf dem Blech leicht verschiebbar sind. Danke für den Hinweis, dann werde ich das das nächste Mal mal so probieren. Macht natürlich wesentlich weniger Arbeit.
      Herzliche Grüße und noch eine schöne Weihnachtszeit für Dich,
      Amalie 🎄

  4. Petra

    Hallo Amalie, ich halte mich an deine Anleitung und doch verlaufen mir die Plätzchen beim Backen. Lustig war heute, Blech 1 – die ersten vier springen perfekt auf, der Rest zerläuft. Blech 2 zerläuft. Wasserbad, Blech gefettet und gemehlt, von abends 18:00 bis morgens 10:00 Uhr trocken lassen. Fühlen sich trocken an und sind verschiebbar. Geschmack ist top, aber das Auge ist ja schließlich mit. Hast Du einen Tipp?

    1. aboutamalie

      Liebe Petra,
      zuerst einmal ganz lieben Dank, dass Du mein Rezept ausprobiert hast, Dich wohl sehr genau an alle meine Tipps gehalten hast und, dass Du Dich hier gemeldet hast. ♥️
      Sehr schade, dass es leider nicht so gut geklappt hat. Das tut mir sehr leid und ich weiß grad nicht wirklich, woran das liegen könnte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Dein Teig möglicherweise zu feucht war, da Du vielleicht größere Eier als ich verwendet hast. Und weiter könnte sein, dass Dein Teig über dem Wasserbad und auch nach dem Wasserbad nicht genügend schaumig aufgeschlagen war oder Du vielleicht beim Einrühren des Mehls am Schluss zu stark gerührt hast. Ah und noch was…vielleicht hast Du die Plätzchen zu groß gemacht..das könnte möglicherweise auch Probleme machen.
      Ich hoffe Du bist jetzt nicht allzu frustriert und probierst es vielleicht noch einmal.
      Alles Liebe,
      Amalie

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