Upcycling – stylische Idee zum Umweltschutz

Nachdem unsere Umwelt und unser Klima durch „fridays for futur“ und Greta Thunberg endlich nicht mehr nur zweitrangiges Thema ist und auch ich aktiv etwas zum Umweltschutz beitragen möchte, habe ich überlegt, wie ich versuchen könnte meinen, in den letzten Jahren immer größer werdenden Abfallsack kleiner werden zu lassen. Dazu fing ich an, kein fertig abgepacktes Gemüse und Obst mehr zu kaufen und nicht mehr jede einzelne Paprika, Chili, Ingwerwurzel, Zwiebel …. in einzelne Säckchen zu verpacken. Das freut dann zwar die Damen und Herren an der Kasse nicht besonders, weil es nicht so einfach ist, ein dreimal beklebtes „Sackerl“ samt Inhalt dreimal über den Scanner zu ziehen. Das ist mir dann aber im Sinne der Umwelt egal und es regt vielleicht den einen oder anderen auch an, das gleiche oder ähnliches zu tun.

Im nächsten Schritt begutachtete ich den nun noch übrig gebliebenen Inhalt meines Abfallsackes  und erkannte dabei, dass man aus ganz vielem achtlos hineingeworfenem vermeintlichem Abfall, viele nette und oft auch nützliche Dinge zaubern kann. Und ganz nebenbei entwickelte sich für mich auch noch ein neuer Gedanke für meinen Blog. Und zwar möchte ich Euch nun in Zukunft aus meinem Wohnzimmer von meinen Ideen berichten, wie Ihr und ich ganz einfach und schnell Wunderschönes, Brauchbares und auch Nützliches aus den Dingen, die Ihr eigentlich wegwerfen wolltet  herstellen könnt.

Somit hier mein erster Beitrag zu diesem Thema und ich hoffe sehr, dass ich noch viele weitere Eingebungen zum Thema Upcycling für Euch haben werde. Mein Abfallsack ist jedenfalls in letzter Zeit schon ein wenig kleiner geworden; dafür ist meine Sammlung von allen möglichen Dingen zum Leidwesen meiner Familie ein wenig größer geworden. Aber keine Angst ich habe nicht vor unter die „Messies“ zu gehen, da ich immer ganz schnell aus diesen Dingen was Neues herstellen möchte. Denn das englische Wort Upcycling meint ja auch,  etwas scheinbar nutzloses wieder zu verwerten    beziehungsweise daraus ein neuwertiges Produkt herzustellen. Nach kurzer Recherche zu dem Thema habe ich dann auch gleich die wunderschöne und geniale Anregung gefunden aus leeren Milch- und Sahnetüten Gefäße herzustellen, die man als Pflanzgefäße, Stiftehalter oder auch Wasserbecher (zum Beispiel beim Wandern und Campen) und und und… verwenden kann:

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Jetzt aber genug der langen Vorrede und schnell zur Anleitung für die Herstellung dieser wunderbaren Teile. Zuerst braucht Ihr natürlich leere Milchtüten, die Ihr am besten mit ein wenig Spülmittel auswascht und mit der Öffnung nach unten gestellt austrocknen lasst. 

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Danach schneidet Ihr mit einem großen Sägemesser oder mit einer Schere den oberen Teil der Milchtüte ab. Damit das nicht allzu schief wird habe ich versucht mich dabei ein wenig am Aufdruck der Milchtüte zu orientieren: 

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Nun müsst Ihr die „kopf-losen“ Tüten auf der langen Seite kräftig, kräftig knautschen… in alle Richtungen; hin und her damit die oberste farbig bedruckte Schicht Deiner Milchtüten weich und geschmeidig wird:

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Diese Prozedur ist deshalb nötig, damit Ihr anschließend beginnen könnt, die oberste bedruckte Schicht vorsichtig von der Tüte zu lösen. Dabei müsst Ihr genau darauf achten, dass Ihr wirklich nur die oberste Schicht löst und beim Herunterziehen nicht zu viel abreißt. Es besteht sonst nämlich die Gefahr, dass das Gefäß zu dünn wird. Am besten fangt Ihr da an, wo die Tüte der Länge nach zusammengeklebt ist und zieht die Oberschicht so lange ab, bis die Tüte komplett „ausgezogen“ ist; ich habe jedoch dabei zur Sicherheit den Boden nicht abgezogen, damit das Ganze möglichst dicht bleibt:

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Das Abziehen der „Haut“ kann ein wenig mühsam sein; aber Ihr seid nun schon fast fertig, denn jetzt müsst Ihr nur noch den Rand umkrempeln. Dabei könnt Ihr die Höhe des Gefäßes je nachdem wieviel Ihr umkrempelt und oder bzw wie breit ihr den Rand umkrempelt bestimmen. Ich habe den Rand zweimal umgelegt damit das ganze schön gerade und sauber aussieht:

 

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Alles fertig…. jetzt könnt Ihr entscheiden, ob Ihr Eure Gefäße anmalen wollt, ob Ihr sie beschriften wollt oder zum Beispiel jetzt für Ostern kleine Nester daraus bauen wollt. Ich glaube Ihr habt da bestimmt sehr viele Ideen !!

IMG_0096.jpeg    Die Tüte eignet sich hervorragend als kleines Frühjahrs-Geschenk!

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Schaut mal, wie nett es aussieht, wenn Ihr die Tüten beschriftet:

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ihr glaubt gar nicht wie viel Spass ich beim Herstellen und Befüllen meiner kleinen Tütchen hatte.  Würde mich wirklich freuen, wenn Ihr hier berichten würdet ob Ihr beim „Nach-cyclen“ klar gekommen seid und was Ihr mit den Tüten angestellt habt!

 

Viel Freude beim Experimentieren wünscht Euch Eure Amalie !

 

 

 

Spanischer Orangenkuchen, „Fácile y rapide“, schnell und einfach!

Langsam werden sie endlich weniger, die Schneemassen hier im Münchner Süden. Trotzdem hat man das Gefühl, dass da doch noch so einige Sonnenstrahlen vonnöten sind, damit auch wirklich die dicke Eisschicht, die da nun schon so lange unter dem Schnee schlummert, wirklich verschwindet.

Da dachte ich mir, da muss jetzt was sommerliches zum Genießen her, endlich mal wieder etwas, was Farbe hat und zusätzlich auch Vitamine beinhaltet, die man nach so einem harten Winter sehr nötig hat….. und es muss schnell gehen!

Nach kurzer Recherche habe ich dann was für Euch gefunden, das alle diese Voraussetzungen erfüllt: Sommer und Exotik ist gleich Spanisch, Farbe und Vitamine ist gleich Orange und zu guter letzt schnell und einfach ist gleich der Spanische Orangenkuchen, fácile y rapide! Die ganze Familie war entzückt! Deshalb für Euch nun hier das Rezept:

Zutaten:

  • 2 bis 3 Bio-Orangen (ça. 200 bis 300 Gramm)
  • 5 Eier
  • 200 g Zucker
  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Mandelplättchen oder gehackte Mandeln
  • Puderzucker

Zubereitung:

  • Zur Vorbereitung den Ofen auf 170 Grad (Umluft) vorheizen und den Boden einer Springform mit Backpapier belegen. Den Rand der Form mit Butter ausstreichen.
  • Als erstes müsst Ihr nun die Orangen gründlich heiss abwaschen und mit samt der Schale in Stücke schneiden.
  • Anschließend in einem kleinen Topf mit wenig Wasser die Orangenstücke ungefähr zwanzig bis dreißig Minuten sanft köcheln. Ab und zu nachprüfen, ob die Orangen schon weich sind. Die abgekühlten, gegarten Orangen dann mit dem Pürierstab zerkleinern. Je weniger stark Ihr püriert um so mehr kann man dann später im Kuchen davon noch feststellen. Ich hatte dabei das Gefühl, dass der Kuchen dadurch aber auch ein wenig instabil wurde. Also entscheidet selber, wie stark Ihr die Orangen zerkleinern wollt.
  • Während die Orangenstücke abkühlen, könnt Ihr nun beginnen, die Eier zu trennen. Schlagt zuerst das Eiweiß sehr steif und lasst während dem Rühren 100 Gramm Zucker langsam einrieseln. Danach die Eigelbe mit dem restlichen Zucker, also wieder 100 Gramm, so lange schlagen, bis die Masse weissgelb wird und der gesamte Zucker sich gut aufgelöst hat. Das kann bis zu 5 Minuten dauern.
  • Nun zuerst das vorbereitete Orangenpüree und anschließend die gemahlenen Mandeln untermengen.
  • Jetzt den Eischnee sehr vorsichtig unter die Ei-Orangen-Mandelmasse heben.
  • Das Ganze nun in die vorbereitete Springform füllen, glatt streichen und im auf 170 Grad vorgeheizten Ofen ca. 45 bis 50 Minuten backen. Eventuell nach 20 Minuten Backzeit den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel auf der Oberfläche wird. Kurz vor Ende der Backzeit mit einem Holzspieß eine Probe machen; klebt nichts mehr am Stäbchen, kann der Kuchen aus dem Ofen genommen werden.
  • Wie Ihr auf dem Bild erkennen könnt, habe ich den Kuchen noch vor dem Abkühlen statt der Mandelplättchen mit gehackten Mandeln (in einer beschichteten Pfanne mit Honig karamellisiert) bestreut.
  • Den abgekühlten Kuchen großzügig mit Puderzucker bestreuen.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und Erfolg beim Nachbacken!

Gebt Bescheid, wie Euch und Euren Lieben der Kuchen geschmeckt hat!

Alles Liebe von Eurer Amalie aus dem Wohnzimmer!

Low Carb – Gemüselasagne mit Aubergine und Zucchini

Hallo, Ihr Lieben!

Habe mich mal wieder länger nicht bei Euch gemeldet!! Deshalb ganz schnell, gleich zu Februar-Beginn, hier ein wundervolles Rezept für eine etwas andere Lasagne. Super lecker und wirklich ganz fix zubereitet. Ich war begeistert, wie leicht und bekömmlich diese Lasagne aus Auberginen und Zucchini daher kommt. Ihr müsst nämlich bei dieser Lasagne keine Angst haben, dass Ihr zu viele Kalorien abbekommt. Statt den Nudelplatten werden hier nämlich Auberginen- und Zucchini-Scheiben geschichtet und das Hackfleisch durch eine feine Tomatensauce ersetzt. Zum Schluss wird das ganze zwar noch mit Mozzarella bestreut, aufgrund dessen diese Gemüselasagne dann doch noch ein paar Kalorien versteckt, aber er macht die Oberfläche einfach so himmlisch knusprig. Ihr könnt den Mozzarella natürlich auch ganz weglassen oder durch einen Mozzarella light ersetzen.

Zutaten (für ca. 2 – 3 Portionen):

  • 5 – 6 EL Olivenöl
  • 1 große Aubergine
  • 1 – 2 Zucchini (mittelgroß)
  • 1 Tomatendose (ca. 400 bis 500 g) stückige Tomaten
  • 1 – 2 Zehen Knoblauch
  • Oregano
  • 1 Packung Ricotta (200 bis 400g)
  • 1 Packung Mozzarella (125 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Basilikum

Zubereitung:

Bevor Ihr mit der Zubereitung beginnt solltet Ihr Euren Backofen (Umluft) auf 220 Grad vorheizen und die Auflaufform mit ca. 2 EL Olivenöl einfetten.

Zucchini und Aubergine waschen, die Stielenden abschneiden und anschließend in feine Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit dem restlichen Olivenöl, dem Salz und dem Pfeffer gründlich vermischen.

Nun aus dem Inhalt der Tomatendose mit Salz, Pfeffer, Oregano und Knoblauch eine feine Sauce herstellen. Wer mag kann das ganze natürlich auch noch mit anderen Gewürzen verfeinern.

Jetzt ungefähr ein viertel der Tomatensauce in die vorbereitete Auflaufform geben, darauf eine Schicht aus Auberginen-Scheiben legen, die wieder mit Tomatensauce bestrichen wird. Ricotta-Flöckchen darauf verteilen die anschließend mit Zucchini-Scheiben abgedeckt werden. Die ganze Vorgehensweise wird wiederholt, bis alle Zutaten verbraucht sind. Das ganze sollte mit der Tomatensauce abgeschlossen werden, auf die Ihr den in kleine Stücke geschnittenen Mozzarella streut.

Nun schnell mit der vorbereiteten Lasagne in den vorgeheizten Ofen und ca. 35 Minuten backen. Vor dem Servieren nicht vergessen, mit frischem Basilikum dekorieren!


Als Beilage eignet sich natürlich herrlich noch ein wenig Salat.

Schaut mal, wie lecker das dann aussieht:



Vielleicht konnte ich Euch mit Rezept und Bildern Lust auf diese wunderbare Lasagne machen und Ihr probiert das Ganze bald mal selber aus. Würde mich natürlich wieder sehr freuen, wenn Ihr mir schreiben würdet, wie es Euch gelungen ist und ob es Euch geschmeckt hat.

Viel Erfolg beim Nachbacken dieser Gemüselasagne!

Weihnachts-Rotweinkuchen nach Tante Lottes Rezept

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Himmel, sind ja wirklich nur noch ein paar Tage bis Weihnachten und ich wollte Euch doch eigentlich so viele Weihnachtsbeiträge senden. War mal wieder leider so viel los in meiner großen Familie und die Zeit ist einfach nur so davon gerannt. Einen Kuchen, den ich die letzten Wochenenden gleich zwei mal gebacken habe, möchte ich Euch aber trotzdem noch ganz schnell vorstellen. Geht ganz schnell und Ihr könnt auch ein bisschen variieren. Zum Beispiel mit Apfelstückchen, mit Cranberries oder einfach ohne alles. Leider habe ich es nicht mal geschafft Euch schöne Bilder von dem Kuchen zu machen, denn kaum war er aus dem Ofen stürzten sich hier so viele hungrige Leckermäuler darüber, so dass ich nicht mal dazu kam für Euch das Ganze ordentlich zu fotografieren. Im Gegenteil, sie nahmen mir den Foto aus der Hand und sagten: „Lass mal, das dauert bei Dir zu lange. Wir machen das für Dich…  “ …. und dann wurde schon gegessen! Trotzdem hier das Rezept für Euch und wie gesagt ein paar schnell geschossene Fotos:

Zutaten:

  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 1 – 2 TL Zimtpulver
  • 1 Prise Muskatpulver
  • 1 Messerspitze Nelkenpulver
  • 250 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 125 ml Rotwein
  • 100 g geraspelte Zartbitterschokolade
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 – 3 Äpfel

Zubereitung:

Wer den Kuchen mit Apfelstückchen zubereiten will, sollte als erstes die Zitrone heiss abwaschen und mit einer Reibe die Schale fein abreiben. Anschließend die Äpfel waschen, schälen und in kleine Würfelchen zerschneiden. Sofort die Würfelchen mit dem Saft der Zitrone beträufeln, damit die Stückchen nicht braun werden.

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Die Äpfel stammen noch aus meinem Garten. Wie Ihr seht, sind sie schon ein wenig schrumpelig und deshalb war es höchste Zeit, dass ich Sie verarbeitet habe.

Für den Teig solltet Ihr nun die Butter schön schaumig rühren. Danach den Zucker, Vanillezucker, die Eier und die Gewürze gründlich unterrühren. Nun das sorgfältig mit Backpulver und dem Kakao vermischte Mehl unterheben. Jetzt fügt Ihr noch den abgemessene Rotwein unter die Menge. Nicht wundern, dass Ganze wird nun relativ flüssig, aber das ist genau richtig so. Ganz zum Schluss nun noch die geraspelte Schokolade und die vorbereiteten Apfelstückchen einrühren. Die Äpfel könnt Ihr auch weglassen und oder auch noch eine Handvoll Cranberries dazugeben.

Jetzt müsst Ihr das Ganze nur noch in eine gefettete und bemehlte Backform füllen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad (Umluft) ca. 50 bis 60 Minuten backen.

Ich hatte beim ersten Mal eine ganz normale Springform von 25 cm Durchmesser  verwendet. Das Ergebnis sah dann so aus:

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Beim zweiten Mal Backen benutzte ich aber meine Guggelhupfform. Das finde ich eigentlich schöner, vor allem wenn es ein Weihnachtskuchen werden soll:

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Wenn Ihr diese Bilder genau anschaut, dann habe ich diesmal statt den Äpfeln vom ersten Mal, Cranberries verwendet. Ich kann nicht sagen, was besser geschmeckt hat. Lasst mal von Euch hören, wie es Euch mit dem Rezept ergangen ist. Würde mich wieder sehr freuen, wenn Ihr mir in den Kommentaren schreiben würdet!!!!

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Jetzt erst mal noch eine frohe Weihnachtszeit für Euch, lasst Euch nicht so sehr stressen mit den Vorbereitungen und geniesst ein wenig die Zeit.

Alles Liebe und Gute von Eurer

Amalie

Herbststimmung und Entspannungstherapie im Morgennebel

Nach meinem Herbstrezept, letzte Woche, will ich Euch gleich noch ganz viele Herbstbilder schicken, die ich kürzlich für Euch eingefangen habe. Trotz der wunderschönen Laubfärbung fühlen sich zwar gerade die letzten Tage eigentlich noch nicht so richtig nach Herbst an. So wurde mir gestern noch von Schwimmern im Starnberger-See berichtet und eine kleine Einladungsrunde im Garten meiner Freundin hat uns schnell unsere Jacken ausziehen lassen, weil die Sonne noch mal so richtig warm daher kam.

Aber besonders in den Morgenstunden, wenn ich mit Dalai Gassi gehe, muss ich mich doch schon mal wärmer anziehen und Mütze und Handschuhe schaden auch nicht wirklich. Vor allem wenn wir unsere Runden an der Isar drehen, dann stimmen uns die Morgennebelschwaden dort schon sehr auf den Herbst ein:

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Den Wasservögeln scheint die Ruhe sehr zu gefallen und man merkt richtig, wie sie es genießen, dass nicht mehr so viele Menschen das sonst so beschauliche Isartal bevölkern.

 

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Wunderschön anzuschauen, zwischen all den grauen Nebelschwaden, sind die herrlichen Farbtupfer, die die Natur noch bereit hält:

 

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Und dann wieder im Gegenzug die Nebelschwaden:

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Auch Dalai scheint das kalte Wasser nichts auszumachen und er ist sichtlich zufrieden mal in aller Ruhe die Isar inspizieren zu können:

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Ein bisschen unheimlich ist’s dann machmal schon; aber die Schönheit der Natur lässt schlechte Gedanken schnell wieder vergessen:

 

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Und wenn man sich ein bisschen auskennen würde, dann würde man als erfahrener Pilzsammler auch den einen oder anderen Leckerbissen für die nächste Malzeit hier finden. Tue ich mich aber leider nicht, auskennen mit essbaren oder ungenießbaren Pilzen:

 

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Vor allem bei Pilzen in dieser Farbe wäre ich aber doch sehr vorsichtig, auch wenn der Glücksklee gleich daneben wächst:

 

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Da sehen dieses beiden Exemplare doch ein wenig freundlicher aus:

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…aber es gibt wohl doch auch Lebewesen, denen der Fliegenpilz bestens schmeckt und wohl auch nicht schadet. Komisch!, hat man uns doch eigentlich immer eingetrichtert, dass er zu den giftigsten Pilzen gehört und never ever, niemals im Kochtopf landen sollte:

 

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Ein Stückchen weiter gelaufen, haben wir dann aber auch schon richtig Frost auf den Wiesen entdecken können:

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Der hat den Blättern aber noch nicht allzu viel anhaben können. Ganz anders aber die vielen hungrigen Tierchen…. seht selbst:

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Ich hoffe Euch hat die kleine Reise in den Herbst an der Isar gefallen und Ihr habt gerade ein bisschen Entspannung durch die Bilder erfahren. Für mich bedeutet so ein Spaziergang am Wasser immer Loslassen von Sorgen und Allem was gerade so nervt und bedrückt. Ich habe dann oft das Gefühl, dass das fließende Wasser des Flusses so Einiges mitnimmt, was ich gerne loswerden will und ich ein wenig „leichter“ wieder zurück nach Hause komme. Vielleicht könnt Ihr mir mal schreiben, ob Ihr so was auch schon erlebt habt. Würde mich sehr freuen!!!

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Eine Tarte mal anders -Blaukraut-Tarte mit Schafskäse

Jetzt, wo es so langsam doch ein wenig kühler wird, die Blätter der Bäume doch noch anfangen abzufallen und es abends schon ziemlich viel früher dunkel wird, (man hat ja nach diesem Mega-Sommer einfach nicht mehr daran glauben wollen!) bekommt man auch wieder Lust auf Deftigeres.

Letztlich sah ich da einen wunderschönen Blaukraut-Kopf beim Gemüsehändler und entschied mich spontan ihn in meinen Einkaufskorb zu legen, da mir da so eine Idee gekommen war. Ein wenig kreativ und gewagt wie ich zugeben muss, aber letztendlich mal wirklich was ganz anderes. Und da ich eigentlich ziemlich überrascht war, was da am Ende herauskam, sollt ihr zumindest hier mal das Rezept dazu bekommen. Ihr könnt ja nur die schönen Bilder anschauen oder aber Ihr probiert das ganze nach zu backen. Gebt mir dann doch bitte mal in den Kommentaren bescheid, wie Euch das Ergebnis gefallen hat. Aber bitte ganz ehrlich, auch wenn es Euch nicht so geschmeckt hat.

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Zutaten für den Mürbteig:

  • 200g Mehl
  • 100g Butter
  • 1 Ei
  • Salz
  • Muskatnuss

 

Zutaten für die Blaukraut-Käse-Mischung:

  • ca 400g Blaukraut
  • eine handvoll Speckwürfel (kann man auch weglassen)
  • Gemüsebrühe
  • 150 g Schafskäse
  • 2 Eier
  • 200 ml Milch
  • 50 ml Sahne
  • Salz und Pfeffer

 

Zubereitung:

Im ersten Schritt wird der Mürbteig für die Tarte bereitet, da er noch ein wenig im Kühlschrank ruhen sollte, damit er anschließend leichter ausgerollt und in der Form ausgelegt werden kann. Dazu solltet Ihr die kalte Butter, das Ei, eine Prise Salz und Muskatnuss schnell mit dem Mehl verkneten. Anschließend das Ganze zu einer Kugel formen und während Ihr die Zutaten für die Füllung zubereitet im Kühlschrank ein wenig fest werden lassen.

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Im zweiten Schritt müsst Ihr nun das Blaukraut zerteilen, die Blätter waschen und sie anschließend in feine Streifen schneiden:

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Die Streifen müsst Ihr nun mindestens 20 Minuten in der Gemüsebrühe (ich habe einfach einen Gemüsebrühwürfel in einem Topf mit kochendem Wasser aufgelöst) kochen. Dabei solltet Ihr am Ende testen, ob die Streifen nicht mehr zu hart sind. In der Zwischenzeit könnt Ihr die Speckwürfel in Butter anbraten und die Milch mit der Sahne und den Eiern gut verquirlen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer das ganze ohne Speckwürfel bereiten will, kann diese auch ohne Probleme weglassen.

Wenn Ihr dies alles erledigt habt, holt Ihr den Teig aus dem Kühlschrank, rollt ihn aus und legt damit die eingefettete und bemehlte Tarte-Form aus. Nun füllt Ihr das vorgekochte, mit den angebratenen Speckwürfeln vermischte Blaukraut ein und gießt die Eimasse darüber.

Über alles bröselt Ihr zum Schluss den Schafskäse. Dabei solltet Ihr darauf achten, dass der Käse schön gleichmäßig verteilt ist.

Nun wird das Ganze im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft ungefähr 40 Minuten gebacken.

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Für mich war diese Blaukraut-Tarte wirklich mal was ganz anderes. Ich habe sie mit einem schönen Salat serviert und der Großteil meiner Familie, also nicht jeder, war ganz zufrieden mit diesem recht schnell zubereiteten Abendessen.

Mal schauen, wie es Euch damit ergeht und ob Euch diese „Tarte-mal-anders“ geschmeckt hat?!?!

Die Dahlie – Eine Spätsommer-Liebe

Als ich vor einigen Jahren von einer lieben Freundin im Spätsommer eine Dahlie geschenkt bekam, ahnte ich noch gar nicht, welche Liebe ich zu dieser Blume entwickeln würde. Ich bewunderte die wunderschöne Farbe, aber sah in dieser Pflanze eigentlich nur die „Oma“-Pflanze, die ich aus Kindheitstagen aus dem Garten meiner Großmutter kannte. Als das Gewächs dann aber gar nicht mehr aufhören wollte riesengroße Blüten zu produzieren und ich auch immer wieder die eine oder andere abschnitt und damit wunderschöne Blumendekorationen für festlich gedeckte Abendessen-Tische schuf, wuchs sie mir immer mehr ans Herz.

Leider nahm mir dann im Herbst die erste Frostnacht meine inzwischen so geliebte Pflanze und die wundervolle Blütenpracht war von einem Tag auf den anderen zerstört. Nach dieser Nacht fand ich meine Pflanze in einem erbärmlichem Zustand:

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Damals wusste ich noch nicht, dass nun nicht der Zeitpunkt zum trauern gekommen war, sondern, dass es höchst Zeit war zu handeln. So beließ ich meine inzwischen lieb und teuer gewordene Pflanze über den Winter in der Erde und wunderte mich im Frühjahr, dass sich da leider nichts mehr rührte. Zum Glück bekam ich dann im nächsten Jahr von meiner Freundin, nachdem ich ihr mein Leid geklagt hatte, eine neue Pflanze geschenkt. Diesmal gab sie mir aber entsprechende Instruktionen für den Winter, wobei sie mich belehrte, dass es sich bei der Dahlie um keine winterharte Pflanze handele, bei der man aber durch Überwinterung der Knolle an einem frostfreien Platz durchaus im nächsten Jahr wieder viel Freude haben könnte.

So schnitt ich im nächsten Herbst erst einmal die zusammengefrorenen Teile der Pflanze ab….

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… um dann danach vorsichtig die Knolle der Dahlien-Pflanze auszugraben:

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die Knolle von alter Erde zu befreien :

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und sie anschließend in einem Eimer, z.B. mit Sand gefüllt und die Knolle noch einmal mit Zeitungspapier abgedeckt:

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….an einen frostfreien Platz für den „Winterschlaf“ zu bringen. Ich bewahrte den  Eimer bis zum Januar in der Garage auf, da es bis dahin dort noch nicht allzu kalt wurde. Als dann aber Ende Januar die Aussentemperaturen immer weiter in die Minus-Grade fielen und es auch in der Garage empfindlich kalt wurde, beförderte ich den Eimer mit meinem „guten Stück“ in den Keller, der bei weiten nicht so kalt ist. Im Gegenteil hatte ich Angst, dass die Knolle zu früh anfangen würde auszutreiben, da es hier einfach zu warm war. Die Knolle fing zwar ein wenig an auszutreiben, aber durch die Abdeckung mit dem Zeitungspapier, welches ständig Dunkelheit verursachte, brachte ich meine Knolle gut durch den Winter.

Als es dann Ende April schon wieder richtig warm wurde ging ich das Risiko ein, mein gutes Stück schon wieder an seinen alten Platz einzugraben. Dabei grub ich die Knolle nicht so sehr tief. Einen Anhaltspunkt gaben mir die Reste der alten Triebe, die ich im Herbst abgeschnitten hatte. Ein zu tiefes Einsetzen hätte wahrscheinlich die bereits vorhandenen Triebe ruiniert und es hätte die Gefahr bestanden, dass die Knolle vielleicht verfault wäre.

Bereits Mitte Mai konnte ich dann für Euch schon das folgende Bild von meiner wieder fleißig ausgetriebenen Knolle machen:

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Und heute, Ende August kann ich nun schon seit gut sieben Wochen die wunderschönen Blüten meiner Pflanze bewundern:

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Damit die inzwischen wirklich zu einem Busch gewachsene Pflanze nicht umfällt habe ich ein paar Holzstäbe in die Pflanze gesteckt und das ganze mit einer Schnur fixiert.

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Nun kann ich nur hoffen, dass der Herbst noch ganz viele warme Tage beschert, damit ich noch ganz lange viel Freude an meinem „Baby“ haben kann.

Ich hoffe Euch hat diese „Liebes-Geschichte“ gefallen und auch Ihr habt vielleicht Lust bekommen, Euch eine Dahlie anzuschaffen. Es gibt sie jetzt gerade überall zu kaufen und Ihr habt ja nun erfahren, dass Ihr mit ein wenig Glück und Geschick durchaus auch in den nächsten Jahren noch Freude an der Pflanze haben könnt.

Vielleicht habt Ihr ja selbst schon Erfahrungen mit Dahlien gemacht und schreibt mir mal dazu. Würde mich sehr freuen!!

Gebäck zum Träumen – Lavendel-Kekse

 

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Wie schon vor langer Zeit versprochen, sollt Ihr heute noch einen Beitrag zum Thema Lavendel bekommen. „Leider“ hat mich der lange Sommer einfach nicht an meinen Schreibtisch gelassen. Es gab so viel draussen zu tun, so dass ich Euch hoffentlich nicht zu lange habe warten lassen.

Nachdem ich meine Lavendel-Pflanzen Anfang August von den alten Blütenständen befreit habe, haben sich nun schon wieder neue Blüten gebildet. Nicht mehr so viele wie bei der ersten Blüte, aber immerhin doch so viele, dass es wieder ganz hübsch bei mir blüht. Ich komme immer wieder gar nicht aus dem Staunen heraus, wie viele Insekten  sich auch noch an den wenigen Blüten hier tummeln. Ich hoffe auch Ihr habt noch ein paar Blüten übrig und könnt damit mein nachfolgendes Rezept ausprobieren.

Diesmal gibt es keinen Kuchen sondern ein Gebäck mit Sucht- und Entspannungsfaktor, nämlich himmlische Lavendelkekse, die sich herrlich in meinem und hoffentlich auch in Eurem Wohnzimmer geniessen lassen.

 

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Das Rezept habe ich nach vielen Jahren wieder aus meiner Rezepte-Sammlung ausgegraben. Ich habe es einmal vor ganz langer Zeit von einer Französin bekommen und es ist nach ausführlichem Suchen für mich das ideale Rezept. Ich ziehe es allen anderen Rezepten vor, da es nicht nur Lavendelblüten sondern auch Lavendelblätter verwendet. Für mich ist der Geschmack der Blätter nicht ganz so intensiv und seifig, wie der der Blüten. So empfinde ich die Kombination aus den für den Teig verwendeten Blättern und den aufgebröselten Blüten einfach ideal. Zum anderen ist es jetzt auch nicht so schlimm, wenn Ihr nicht mehr allzuviele Blüten habt, denn die grünen Blätter des Lavendels könnt Ihr ja theoretisch auch noch im Winter ernten bzw. die Kekse eventuell sogar ausschließlich nur mit den Blättern backen.

Jetzt ganz schnell ab in die Küche und Lavendelkekse backen; Ihr werdet sehen es geht ganz schnell und Ihr seid innerhalb von kurzer Zeit im Besitz (hoffentlich ein bisschen länger  je nachdem wieviele Naschkatzen es bei Euch gibt!) der wunderbarsten Lavendelkekse auf der Welt:

Zutaten für ca. 24 Stück:

  • 120 Gramm Butter oder Margarine
  •  80 Gramm brauner Zucker
  •  1 Eigelb
  •  2 TL Lavendelblüten
  • 140 Gramm Mehl
  • Schale von 1 abgeriebenen Bio-Zitrone
  • 2 TL Lavendelblätter

 

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Zubereitung:

Zuerst solltet Ihr die Butter oder die Margarine gründlich mit dem Rührgerät schaumig rühren. Dann lasst Ihr den Zucker langsam einrieseln und rührt dabei fleißig weiter. Nun gebt Ihr das Eigelb dazu und rührt nochmals durch.

Anschließend hackt Ihr die Lavendel-Blätter klein und vermengt sie mit dem Mehl und der abgeriebenen Zitronenschale (Zitrone bitte vorher heiss abwaschen!):

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Die Mehl-Mischung nun nach und nach zu der Butter-Zucker-Lavendel-Mischung geben und gut verrühren, bis ein weicher, knetbarer Teig entsteht. Den Teig anschließend für eine Stunde, in Folie verpackt, in den Kühlschrank legen.

Danach den Teig  etwa 1/2 cm dünn ausrollen und mit den kleingehackten Lavendel-Blüten bestreuen. Anschließend mit Plätzchen-Ausstechern hübsche Formen ausstechen.

Kekse auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C etwa 15 Minuten hellbraun backen. Nach dem Backen auf einem Kuchengitter gut abkühlen lassen.

 

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Ich wünsche Euch gemütliche Stunden bei einer schönen Tasse Tee oder Kaffe mit den, in meinen Augen, besten Lavendel-Keksen auf der Welt.

Würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir in den Kommentaren eine kleine Nachricht hinterlassen würdet, wie die Kekse Euch geschmeckt haben.

 

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Viel Spass beim Backen und Genießen!!

 

 

 

 

 

 

 

Zitronen-Lavendel-Joghurt-Gugelhupf

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Es ist mal wieder kein Kuchen im Haus, es ist unter der Woche, es ist wenig Zeit und es ist so einiges im Kühlschrank, was aufgebraucht werden muss. Ausserdem ist es nicht mehr lange hin, bis mein geliebter Lavendel verblüht sein wird. Jedes Jahr ist es das gleiche, ich freue mich so auf die prachtvolle und duftende Reihe meiner Lavendel-Pflanzen, aber ich bin dann jedes mal zu spät um wirklich was Schönes damit anzufangen.

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Diesmal soll es nicht so sein! Diesmal sollen ein paar Blüten in und auf den Kuchen kommen, für den ich mich heute vormittag entschieden habe. Ein Blick in den Kühlschrank hatte mir gezeigt, dass da noch Jogurt und Bio-Zitronen lagerten, die unbedingt verbraucht werden mussten. So läuft das jedes mal bei mir, zuerst durchforste ich meine Kochbücher nach irgendeinem neuen und ausgefallenen Kuchenrezept um dann festzustellen, dass mindestens eine Zutat nicht im Haus ist und ich erst zum Einkaufen fahren müsste. Der Blick nach Vorhandenem hilft dann meist eine Entscheidung zu treffen. Also diesmal sollte es der Zitronen-Lavendel-Jogurt-Gugelhupf werden, den ich ohnehin im Sommer immer sehr liebe. Die Zitrone, der Jogurt und auch der Lavendel geben die nötige Frische, die an heißen Tagen so gut tut. Und ausserdem braucht man für diesen Kuchen nicht lange in der Küche zu stehen, sondern kann anschließend ganz schnell wieder in den Garten hüpfen und die Sonne genießen.

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Hier schon mal ein Bild vom Endprodukt:

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Aber jetzt nach langer Vorrede das Rezept zu meinem wunderbarem Zitronen-Kuchen:

Zutaten für den Teig:

  • 200 g weiche Butter
  • 180 g Zucker
  • einige Spritzer Vanillearoma oder einfach ein Tütchen Vanillezucker
  • abgeriebene Schale einer Biozitrone
  • 50 ml ausgepressten Zitronensaft
  • 3 Lavendel-Zweige mit Blüten
  • 5 Eier
  • 250 g Jogurt
  • 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Zutaten für den Guß:

  • 50 ml Zitronensaft
  • 150 g Kristallzucker
  • Blüten von ca 3 Lavendel-Zweigen

Zubereitung:

  • Zuerst solltet Ihr den Backofen auf 175° C vorheizen und die Gugelhupf-Backform gut fetten und mit Mehl bestäuben, damit Ihr den Kuchen nach dem Backen wieder leicht aus der Form lösen könnt.
  • Die Schale einer, zuvor mit heissem Wasser gewaschenen, Bio-Zitrone abreiben; anschließend 50 ml Zitronensaft auspressen. Dazu braucht Ihr je nach Größe der Zitronen zwei bis drei davon.
  • Vorsichtig die Blüten von den Lavendel-Zweigen streifen. Dabei darauf achten, dass wirklich nur die Blüten und nichts vom Stängel abgelöst wird.
  • Die weiche Butter, den Zucker und das Vanillearoma gut mit dem Quirl schaumig schlagen und danach einzeln die Eier dazugeben. Anschließend Zitronenschale, Zitronensaft und Lavendelblüten unterrühren.
  • Mehl und Backpulver gut vermischen und abwechselnd mit dem Jogurt unter die Buttermischung heben.
  • Den nun fertigen Teig in die vorbereitete Form füllen und bei 175°C  50 bis 60 Minuten backen. Vor dem Herausnehmen aus dem Backofen eine Stäbchenprobe durchführen.

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  • Den Zucker und den Zitronensaft für den Guss verrühren und sofort auf dem noch heißen Kuchen verteilen. So bekommt das Ganze eine schöne Zuckerkruste. Auf den Guss sorgfältig die Lavendelblüten verteilen.

 

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Ihr könnt den Lavendel-Guss auch durch Puderzucker ersetzen oder die Blüten einfach weglassen, falls Euch die Sache mit den Lavendel-Blüten zu blumig ist.

Viel Spass beim Backen und Lavendel-Blüten-Zupfen. Das duftet so gut und entspannt gleichzeitig.

Vielleicht gibt es hier demnächst noch mehr Lavendel-Beiträge und ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr hier über Eure Erfahrungen mit dem Kuchen berichten würdet. Zum Beispiel, wie er Euch und Euren Lieben geschmeckt hat oder ob es beim Backen Schwierigkeiten gegeben hat.

Traut Euch!!!

Aus alt mach neu!

Vor einigen Wochen hatte ich ein paar liebe Freundinnen bei mir zum Frühstück und auf dem Tisch stand unter anderem eine Karaffe Wasser.

Diesmal hatte ich das Wasser beim Auffüllen der Karaffe über zwei Minze-Zweige laufen lassen. Ich liebe es Wasser durch natürliche Zugaben zu aromatisieren. Dabei zählen zu meinen Favoriten Limetten- oder Zitronenscheiben, Ingwer-Scheiben oder auch sehr gerne Rosmarin-Zweige. Das Wasser schmeckt so viel spannender und wirkt gleichzeitig anregend.  Dabei verwende ich immer Glaskaraffen, weil die frischen Zutaten darin immer sehr hübsch und appetitlich aussehen.

Nachdem sich meine Frühstücksrunde aufgelöst hatte, war auch die Wasserkaraffe leer; nur die beiden Zweiglein befanden sich noch frisch und lebendig in dem Behältnis. Da ich nur ungern etwas wegwerfe, vor allem wenn es etwas mit Natur zu tun hat, stellte ich die beiden Minz-Abschnitte in ein mit Wasser gefülltes Wasserglas, in dem Gedanken, sie für meine nächste Wasser-Karaffe aufzuheben.

 

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Als ich nach einem langen Wochenende wieder Lust auf ein Minz-Wasser verspürte, staunte ich nicht schlecht über das, was sich da entwickelt hatte.

Die Zweiglein hatten die paar Tage genutzt, sich in Ruhe ihrer neuen Umgebung, abseits vom alten Minzbusch, anzupassen. Und dabei hatten sie schon nach etwa fünf Tagen angefangen Wurzeln zu treiben.

 

 

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Nach einer weiteren Woche hatte ich dann endlich Zeit mich um die „beiden“ zu kümmern. Da der alte Minz-Busch nicht mehr so ansehnlich war, dachte ich mir, warum was Neues kaufen, wenn da schon was Neues im eigenen Heim heranwächst…

 

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Mit diesem Gedanken ging es schnell zum Gartenhaus, in dem ich noch eine Tüte mit Bio-Kräuter-Erde und einem schönen altem Tontopf lagerte:

 

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Auch eine Tonscherbe, mit der ich das Abzugsloch des Topfes abdeckte, fand sich noch in einer Ecke.

 

 

 

Anschließend füllte ich locker die Kräutererde in den Topf:

 

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In die lockere Erde setzte ich dann vorsichtig die beiden Sprösslinge ein:

 

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Damit sich die Erde schön um die neuen Wurzeln verteilen kann, goss ich das Ganze noch vorsichtig mit einer kleinen Gießkanne an:

 

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Nun bekamen die beiden „Frischlinge“ ein schattiges Plätzchen im Garten und durften erst mal in Ruhe vor sich hin gedeihen. Etwa vier Wochen später habe ich nun folgendes Bild für Euch aufgenommen:

 

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Hier könnt Ihr sehen, wie sich aus zwei kleinen Zweiglein schon ein angehender Busch entwickelt hat. Mein „Baby“ darf nun an seinem etwas schattigeren Plätzchen weiter gedeihen. Inzwischen habe ich nämlich festgestellt, dass es dem ursprünglichen Minz-Busch wohl deshalb nicht so gut ging, weil ihm die starke Sonne der letzten Wochen zu viel war. Deshalb werde ich zukünftig auch für meinen Basilikum-, Koriander- und vor allem auch dem Schnittlauch-Strauch kühlere Plätze in meinem Garten suchen. Die volle Sonne auf der Terrasse ist auch ihnen wohl zu anstrengend.

 

Schreibt mir doch mal, was für Erfahrungen ihr mit Euren Kräutern so macht. Würde mich sehr über Gedanken und Anregungen von Euch freuen.