Französische Apfeltarte – schnell, einfach und super lecker

Erst mal muss ich mich ganz fürchterlich bei Euch entschuldigen, dass ich mich sooo lange nicht mehr bei Euch gemeldet habe. Aber irgendwie ist die Zeit mal wieder wie im Fluge vergangen. Ich hoffe Ihr habt mich trotzdem nicht vergessen und hoffentlich schaut Ihr ab und zu mal nach, ob es mich noch gibt, damit Ihr jetzt auch meinen neuen Beitrag findet.

Hier will ich Euch nämlich eines meiner langjährig, liebsten Apfelkuchen-Rezepte vorstellen. Ich backe diese Tarte schon seit Jahren und jedes Mal freut sich jeder, wenn dieser wunderbaren Kuchen mal wieder auf der Kuchenplatte landet. Ausserdem ist die Französische Apfeltarte unglaublich schnell und völlig unkompliziert zubereitet.

 

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Da mein Apfelbaum in meinem Garten noch ein paar letzte Äpfel zu vergeben hatte, wurde letztes Wochenende ganz schnell für dieses Rezept entschieden. Die Äpfel haben dann auch gerade noch so gereicht, da mein Baum dieses Jahr leider nur ganz wenige Äpfel getragen hatte. Frage mich schon den ganzen Sommer warum? Letztes Jahr konnte ich mich gar nicht retten vor Äpfeln, aber dieses Jahr waren es nur ein paar wenige:

 

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Und weil Ihr so lange auf einen neuen Beitrag warten musstet, soll es hier nun auch ganz schnell mit dem Rezept weitergehen:

Zutaten für eine Springform mit ungefähr 28 cm Durchmesser:

  •    75      Gramm weiche Butter
  •    150    Gramm Zucker (100 g für den Teig + 50 g für den Guß)
  •    2 EL   Vanillezucker (1 EL für den Teig + 1 EL für den Guß)
  •    1         Prise Salz
  •    4         Eier (2 für den Teig + 2 für den Guß)
  •    100    Gramm Mehl
  •    50      Gramm Speisestärke
  •    1        Teelöffel Backpulver
  •    750    Gramm saure Äpfel
  •    1         halbe Zitrone
  •    150    Gramm Crème fraîche
  •    1         Esslöffel Puderzucker

 

Zubereitung:

Wenn Ihr alles zusammengesucht habt, was diese Rezept an Zutaten verlangt, könnt Ihr gleich damit beginnen, die Äpfel zu schälen, das Kerngehäuse auszustechen (am besten mit einem Apfel-Kernghäuse-Ausstecher)….

 

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….und anschließend die Äpfel  in ungefähr einen halben Zentimeter dicke Scheiben zu schneiden. Am besten beträufelt Ist nun ganz schnell die Apfelscheiben mit dem Saft der Zitrone, damit sie nicht braun werden.

Nun heizt Ihr schon mal den Backofen auf 180 Grad auf und danach kann es gleich weiter gehen:

Ihr rührt jetzt die weiche Butter mit 100 Gramm Zucker, 1 Esslöffel Vanillezucker und der Prise Salz schön schaumig, fügt dem Schaum dann nach und nach die zwei Eier hinzu und rührt zum Schluss vorsichtig das mit der Speisestärke und dem Backpulver vermischte Mehl unter.

Nun füllt Ihr den Teig in die mit Butter gefettete Form ein, streicht ihn schön glatt und legt kranzförmig die Apfelscheiben auf den Teig. Dabei solltet Ihr die Apfelscheiben leicht in den Teig drücken.

 

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Nun kommt das ganze in den Backofen und wird für 35 Minuten bei 180 Grad Umluft gebacken.

In der Zwischenzeit bereitet Ihr den Sahneguß vor,  indem Ihr die Crème fraîche, die restlichen zwei Eier, die noch übrigen 50 Gramm Zucker und den zweiten Esslöffel Vanillezucker gut mit dem Handrührgerät verquirlt.

Nach Ablauf der ersten Backzeit von 35 Minuten gießt Ihr vorsichtig den Sahneguß über den Kuchen und backt das Ganze noch mal weitere 25 Minuten weiter, bis der Guß schön fest geworden ist und ein wenig Bräune angenommen hat.

Nachdem Ihr die Tarte aus dem Ofen genommen habt, nehmt Ihr sie vorsichtig aus der Form, lasst sie etwas auskühlen und bestreut sie vor dem Servieren mit dem Puderzucker.

 

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Ich wünsche Euch viel Spass beim Backen und anschließend einen guten Appetit!

 

 

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Lasst Euch diese wunderbar leichte Apfel-Tarte recht gut schmecken!

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Und wie immer würde ich mich riesig freuen, wenn Ihr mir in den Kommentaren ein wenig berichten würdet, wie alles geklappt hat und vor allem wie Euch die Tarte geschmeckt hat!!

 

Liebe Backgrüße von Eurer Amalie! 👩‍🍳

Mamis Blumenkohl–Salat – eine Hymne auf vergangene Zeiten

Da ist sie wieder, die Sehnsucht nach längst vergangenen Tagen. Jedes mal wenn’s im Sommer darum geht das nächste Picknick, die bald nahende Gartenparty oder das kulinarische Mitbringsel für das Grillfest der Nachbarn zu planen, kreisen meine Gedanken um diesen wunderbaren Blumenkohl-Salat meiner Mutter. Ich frage mich dabei immer wieder, ist dieser Salat heute zu Tage nicht zu old-style, wer mag denn noch Blumenkohl essen, oder, oder, oder?? Aber jedes mal, wenn ich mich dann doch dafür entschieden habe, meinen Retro-Gedanken nachzugeben und diesen wunderbar erfrischenden Salat zubereitet habe, waren alle einfach schlichtweg begeistert.

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Nachdem mich letztens sogar eine gute Freundin (die den Salat sicher schon vor Jahren mal bei mir serviert bekommen hatte und sich offenbar daran erinnern konnte) nach dem Rezept fragte, entschied ich auf der Stelle auch Euch das Rezept zukommen zu lassen.

Schriftlich ist das Rezept in meiner Familie nirgends festgehalten, so dass alles aus meiner Erinnerung zusammengetragen ist. Nachdem ich den Salat diese Woche nun nochmal im Testgang fabriziert habe, denke ich, dass es nun ungefähr dem entspricht, nach dem meine liebe Mami, die ich dazu leider nicht mehr befragen kann, den Salat vor vielen vielen Jahren sehr oft im Sommer für uns zubereitet hat.

Somit liegt dieses herrliche Rezept nun endlich schriftlich vor und Ihr könnt diesen Sommersalat vielleicht diesen Sommer auch mal für Eure Lieben herstellen:

 

 

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Zutaten:                                             PCJNE3301.jpg

  • 1 Blumenkohl
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Bund Dill
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Mayonnaise
  • Jogurt
  • Zitrone
  • 2 bis 4 Tomaten
  • Salz
  • Pfeffer

 

 

 

Zubereitung:

  1. Als erstes bringt Ihr einen großen Topf Wasser mit Salz zum Kochen.
  2. Bis das Wasser kocht wascht Ihr den Blumenkohl, entfernt die Blätter und teilt ihn in kleine Röschen. Die Röschen werden dann ins kochende Wasser gegeben und ca 5 bis 7 Minuten bissfest gekocht. Nicht zu lange kochen, da Euch sonst später der ganze Salat zu matschig wird. Nach dem Kochen die Blumenkohl-Röschen in ein Sieb abgießen und auskühlen lassen.
  3. Nun bereitet Ihr die Marinade für den Salat vor. Dazu schält Ihr die Zwiebel und hackt sie in kleine Stückchen. Dann mischt Ihr in einer größeren Schüssel jeweils ca. 3 Esslöffel Mayonnaise und Jogurt (da müsst Ihr selber entscheiden, ob Ihr lieber kalorienarm zubereiten wollt; dann könnt Ihr das Verhältnis je nachdem ein wenig ändern) mit Salz und Pfeffer und rührt anschließend noch ungefähr einen Teelöffel Zitrone und die gehackten Zwiebeln unter.
  4. Jetzt geht die Kleinarbeit los. Das heisst Ihr wascht die Kräuter, entfernt die Spitzen von den Stängeln (ich habe von Dill und Petersilie jeweils ca. fünf Zweige verwendet und vom Schnittlauch einen kleinen Bund) und hackt nun diese Kräuterabschnitte sorgfältig klein. Diese „grüne Feinarbeit“ wird dann zum Schluss unter die Marinade gehoben.
  5. Jetzt seid Ihr fürs erste fast schon fertig, denn Ihr müsst nun nur noch die ausgekühlten Blumenkohl-Röschen in die Marinade geben und ganz vorsichtig damit vermischen. Bitte nicht zu grob sein, weil Euch sonst der Blumenkohl zerfällt.
  6. Nun deckt Ihr die Schüssel am besten mit Folie ab und stellt sie für ca. drei bis vier Stunden in den Kühlschrank, damit das ganze gut durchziehen kann.
  7. Kurz vor dem Servieren, wascht Ihr dann noch die Tomaten, entfernt den Strunk, schneidet alles in kleine mundgerechte Stückchen, die Ihr anschließend wieder sehr vorsichtig unter den Salat hebt. Bevor ich die Tomaten in den Salat gemischt habe, habe ich sie noch ein wenig mit der Mühle gesalzen und gepfeffert.

 

Dieser Salat kann auch wunderbar schon einen Tag früher vorbereitet werden; beziehungsweise schmecken Reste davon (die gibt’s erfahrungsgemäß aber eher selten!!) auch am nächsten Tag noch sehr gut. Meine Familie findet, dass der Salat dann sogar noch besser schmeckt, da alles mehr Zeit hat gründlich durchzuziehen. Dabei ist es aber wichtig, dass Ihr alles immer gut kühlt, da an heissen Tagen die Mayonnaise leicht verdirbt. Ausserdem ist es ratsam, die Tomaten so spät wie möglich zuzugeben, da sie sonst leicht das Ganze verwässern.

 

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So, jetzt ist das Rezept endlich schriftlich niedergelegt und ich bin sooooo gespannt, ob Ihr es auch ausprobieren werdet. Zur Zeit macht der Sommer hier im Süden zwar eine kleine Pause, aber ich bin mir sicher, dass noch einige warme Sommerabende kommen werden, an denen Ihr Freunde, Nachbarn, Verwandte einladen werdet oder Ihr selbst eingeladen werdet. Und da würde ich mich wirklich freuen, wenn der eine oder andere von Euch mein altes „Mami“-Rezept ausprobieren würde und BITTE, BITTE, BITTE hier auf dem Wohnzimmer-Blog berichten würde, wie alles geklappt hat und vor allem ob’s geschmeckt hat.

 

Schönen Sommer noch, wünscht Euch Eure

 

Amalie

 

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Sommerfrüchte-Kuchen mit Ricotta und Jogurt

Hallo meine Lieben, zwei Monate habt Ihr nichts mehr von mir gehört. Es tut mir so leid und ich hoffe Ihr habt mich nicht schon alle vergessen. Ich war in der Zwischenzeit nicht faul, sondern einfach seit Pfingst-Montag, Potz-Blitz-Mega-Gewitter vom Internet ausgeschlossen worden. Aber ich habe gekämpft…. mit meiner Telefongesellschaft …. und es hat gewirkt; seit letzter Woche bin ich wieder mit von der Partie und habe wieder Internet und Telefon.

Und weil Ihr so lange warten musstet, bekommt Ihr gleich zum Restart das beste, 2019-Sommerlieblings-Kuchen-Rezept ever von mir geliefert. Diesen Kuchen habe ich in diesem Sommer schon ein paar mal hintereinander gebacken, weil er einfach so wahnsinnig schnell hergestellt ist.

 

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Ihr müsst jetzt aber nicht denken, dass der Kuchen jedes mal komplett derselbe war; nein ich habe den Kuchen immer wieder variiert, indem ich jedes mal andere Früchte verarbeitet habe.

Für Euch habe ich den Kuchen diesmal mit Blaubeeren, Johannisbeeren und ein paar Stückchen Nektarine gebacken.

Ihr könnt ihn aber zum Beispiel auch mit Himbeeren, Brombeeren, Aprikosen oder auch Pfirsichen backen. Also am Besten einfach bisschen experimentieren bzw schnell nachschauen, was Ihr gerade so zu Hause habt.

 

 

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Jetzt aber ganz fix zum Rezept für den besten Ricotta-Jogurt-Kuchen in diesem wunderbaren Sommer:

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Zutaten:

  • 180 g Weizenmehl
  • 150 g Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 – 4  Eier (je nach Größe M oder L)
  • 250 g Ricotta
  • 100 g Jogurt
  • 125 g geschmolzene Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 225 g Früchte
  • Puderzucker                                                  IMG_2095.jpeg

 

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Zubereitung:

  1. Als erstes solltet Ihr Euren Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ausserdem Eure Springform (24cm Durchmesser) gut fetten und die Butter auf dem Herd vorsichtig schmelzen, damit sie anschließend Zeit hat abzukühlen.
  2. Nun bereitet Ihr die Früchte Eurer Wahl vor. Beeren waschen und vorsichtig abtropfen; Pfirsiche oder Nektarinen ebenfalls waschen und in schmale Spalten schneiden.
  3. Anschließend verquirlt Ihr die Eier, den Jogurt, den Ricotta, und den Esslöffel Vanilleextrakt. In diese Mischung rührt Ihr nun die flüssige und abgekühlte Butter. Dabei wirklich aufpassen, dass die Butter nicht mehr zu heiß ist, da Euch sonst leicht das Ganze stocken könnte.
  4. Zum Schluss rührt Ihr das mit Zucker, Backpulver und Salz vermischte Mehl gut unter. Das Ganze sollte einen glatten Teig ergeben.
  5. Den Teig nun in die vorbereitete Form füllen und schön glatt streichen.
  6. Auf den Teig werden nun die Früchte verteilt und leicht eingedrückt.
  7. Jetzt schnell das Ganze in den vorgeheizten Ofen und ungefähr 40 bis 45 Minuten backen. Nach dem Herausholen den Kuchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und später, wenn Ihr Lust habt, noch mit Puderzucker bestreuen.

 

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Ich finde diesen Kuchen einfach nur herrlich.  Er ist so fantastisch leicht und fruchtig und so genial  schnell hergestellt. Denn wer hat schon Lust bei tollstem Sommerwetter ewig in der Küche zu stehen.

 

 

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Es würde mich sehr freuen, wenn Euch dieses Rezept Lust auf diesen herrlichen Ricotta-Jogurt-Kuchen gemacht hätte.

 

Vielleicht lauft Ihr jetzt ganz schnell in Eure Küche und probiert das Rezept selbst aus. Und wie immer würde ich mich riesig freuen, wenn Ihr in den Kommentaren berichten würdet, wie es gelungen ist, mit welchen Früchten Ihr gebacken habt und vor allem, wie es Euch geschmeckt hat.

 

Viel Spass beim Backen wünscht Euch

Eure Amalie!

 

 

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Spanischer Orangenkuchen, „Fácile y rapide“, schnell und einfach!

Langsam werden sie endlich weniger, die Schneemassen hier im Münchner Süden. Trotzdem hat man das Gefühl, dass da doch noch so einige Sonnenstrahlen vonnöten sind, damit auch wirklich die dicke Eisschicht, die da nun schon so lange unter dem Schnee schlummert, wirklich verschwindet.

Da dachte ich mir, da muss jetzt was sommerliches zum Genießen her, endlich mal wieder etwas, was Farbe hat und zusätzlich auch Vitamine beinhaltet, die man nach so einem harten Winter sehr nötig hat….. und es muss schnell gehen!

Nach kurzer Recherche habe ich dann was für Euch gefunden, das alle diese Voraussetzungen erfüllt: Sommer und Exotik ist gleich Spanisch, Farbe und Vitamine ist gleich Orange und zu guter letzt schnell und einfach ist gleich der Spanische Orangenkuchen, fácile y rapide! Die ganze Familie war entzückt! Deshalb für Euch nun hier das Rezept:

Zutaten:

  • 2 bis 3 Bio-Orangen (ça. 200 bis 300 Gramm)
  • 5 Eier
  • 200 g Zucker
  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Mandelplättchen oder gehackte Mandeln
  • Puderzucker

Zubereitung:

  • Zur Vorbereitung den Ofen auf 170 Grad (Umluft) vorheizen und den Boden einer Springform mit Backpapier belegen. Den Rand der Form mit Butter ausstreichen.
  • Als erstes müsst Ihr nun die Orangen gründlich heiss abwaschen und mit samt der Schale in Stücke schneiden.
  • Anschließend in einem kleinen Topf mit wenig Wasser die Orangenstücke ungefähr zwanzig bis dreißig Minuten sanft köcheln. Ab und zu nachprüfen, ob die Orangen schon weich sind. Die abgekühlten, gegarten Orangen dann mit dem Pürierstab zerkleinern. Je weniger stark Ihr püriert um so mehr kann man dann später im Kuchen davon noch feststellen. Ich hatte dabei das Gefühl, dass der Kuchen dadurch aber auch ein wenig instabil wurde. Also entscheidet selber, wie stark Ihr die Orangen zerkleinern wollt.
  • Während die Orangenstücke abkühlen, könnt Ihr nun beginnen, die Eier zu trennen. Schlagt zuerst das Eiweiß sehr steif und lasst während dem Rühren 100 Gramm Zucker langsam einrieseln. Danach die Eigelbe mit dem restlichen Zucker, also wieder 100 Gramm, so lange schlagen, bis die Masse weissgelb wird und der gesamte Zucker sich gut aufgelöst hat. Das kann bis zu 5 Minuten dauern.
  • Nun zuerst das vorbereitete Orangenpüree und anschließend die gemahlenen Mandeln untermengen.
  • Jetzt den Eischnee sehr vorsichtig unter die Ei-Orangen-Mandelmasse heben.
  • Das Ganze nun in die vorbereitete Springform füllen, glatt streichen und im auf 170 Grad vorgeheizten Ofen ca. 45 bis 50 Minuten backen. Eventuell nach 20 Minuten Backzeit den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel auf der Oberfläche wird. Kurz vor Ende der Backzeit mit einem Holzspieß eine Probe machen; klebt nichts mehr am Stäbchen, kann der Kuchen aus dem Ofen genommen werden.
  • Wie Ihr auf dem Bild erkennen könnt, habe ich den Kuchen noch vor dem Abkühlen statt der Mandelplättchen mit gehackten Mandeln (in einer beschichteten Pfanne mit Honig karamellisiert) bestreut.
  • Den abgekühlten Kuchen großzügig mit Puderzucker bestreuen.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und Erfolg beim Nachbacken!

Gebt Bescheid, wie Euch und Euren Lieben der Kuchen geschmeckt hat!

Alles Liebe von Eurer Amalie aus dem Wohnzimmer!

Low Carb – Gemüselasagne mit Aubergine und Zucchini

Hallo, Ihr Lieben!

Habe mich mal wieder länger nicht bei Euch gemeldet!! Deshalb ganz schnell, gleich zu Februar-Beginn, hier ein wundervolles Rezept für eine etwas andere Lasagne. Super lecker und wirklich ganz fix zubereitet. Ich war begeistert, wie leicht und bekömmlich diese Lasagne aus Auberginen und Zucchini daher kommt. Ihr müsst nämlich bei dieser Lasagne keine Angst haben, dass Ihr zu viele Kalorien abbekommt. Statt den Nudelplatten werden hier nämlich Auberginen- und Zucchini-Scheiben geschichtet und das Hackfleisch durch eine feine Tomatensauce ersetzt. Zum Schluss wird das ganze zwar noch mit Mozzarella bestreut, aufgrund dessen diese Gemüselasagne dann doch noch ein paar Kalorien versteckt, aber er macht die Oberfläche einfach so himmlisch knusprig. Ihr könnt den Mozzarella natürlich auch ganz weglassen oder durch einen Mozzarella light ersetzen.

Zutaten (für ca. 2 – 3 Portionen):

  • 5 – 6 EL Olivenöl
  • 1 große Aubergine
  • 1 – 2 Zucchini (mittelgroß)
  • 1 Tomatendose (ca. 400 bis 500 g) stückige Tomaten
  • 1 – 2 Zehen Knoblauch
  • Oregano
  • 1 Packung Ricotta (200 bis 400g)
  • 1 Packung Mozzarella (125 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Basilikum

Zubereitung:

Bevor Ihr mit der Zubereitung beginnt solltet Ihr Euren Backofen (Umluft) auf 220 Grad vorheizen und die Auflaufform mit ca. 2 EL Olivenöl einfetten.

Zucchini und Aubergine waschen, die Stielenden abschneiden und anschließend in feine Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit dem restlichen Olivenöl, dem Salz und dem Pfeffer gründlich vermischen.

Nun aus dem Inhalt der Tomatendose mit Salz, Pfeffer, Oregano und Knoblauch eine feine Sauce herstellen. Wer mag kann das ganze natürlich auch noch mit anderen Gewürzen verfeinern.

Jetzt ungefähr ein viertel der Tomatensauce in die vorbereitete Auflaufform geben, darauf eine Schicht aus Auberginen-Scheiben legen, die wieder mit Tomatensauce bestrichen wird. Ricotta-Flöckchen darauf verteilen die anschließend mit Zucchini-Scheiben abgedeckt werden. Die ganze Vorgehensweise wird wiederholt, bis alle Zutaten verbraucht sind. Das ganze sollte mit der Tomatensauce abgeschlossen werden, auf die Ihr den in kleine Stücke geschnittenen Mozzarella streut.

Nun schnell mit der vorbereiteten Lasagne in den vorgeheizten Ofen und ca. 35 Minuten backen. Vor dem Servieren nicht vergessen, mit frischem Basilikum dekorieren!


Als Beilage eignet sich natürlich herrlich noch ein wenig Salat.

Schaut mal, wie lecker das dann aussieht:



Vielleicht konnte ich Euch mit Rezept und Bildern Lust auf diese wunderbare Lasagne machen und Ihr probiert das Ganze bald mal selber aus. Würde mich natürlich wieder sehr freuen, wenn Ihr mir schreiben würdet, wie es Euch gelungen ist und ob es Euch geschmeckt hat.

Viel Erfolg beim Nachbacken dieser Gemüselasagne!

Weihnachts-Rotweinkuchen nach Tante Lottes Rezept

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Himmel, sind ja wirklich nur noch ein paar Tage bis Weihnachten und ich wollte Euch doch eigentlich so viele Weihnachtsbeiträge senden. War mal wieder leider so viel los in meiner großen Familie und die Zeit ist einfach nur so davon gerannt. Einen Kuchen, den ich die letzten Wochenenden gleich zwei mal gebacken habe, möchte ich Euch aber trotzdem noch ganz schnell vorstellen. Geht ganz schnell und Ihr könnt auch ein bisschen variieren. Zum Beispiel mit Apfelstückchen, mit Cranberries oder einfach ohne alles. Leider habe ich es nicht mal geschafft Euch schöne Bilder von dem Kuchen zu machen, denn kaum war er aus dem Ofen stürzten sich hier so viele hungrige Leckermäuler darüber, so dass ich nicht mal dazu kam für Euch das Ganze ordentlich zu fotografieren. Im Gegenteil, sie nahmen mir den Foto aus der Hand und sagten: „Lass mal, das dauert bei Dir zu lange. Wir machen das für Dich…  “ …. und dann wurde schon gegessen! Trotzdem hier das Rezept für Euch und wie gesagt ein paar schnell geschossene Fotos:

Zutaten:

  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 1 – 2 TL Zimtpulver
  • 1 Prise Muskatpulver
  • 1 Messerspitze Nelkenpulver
  • 250 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 125 ml Rotwein
  • 100 g geraspelte Zartbitterschokolade
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 – 3 Äpfel

Zubereitung:

Wer den Kuchen mit Apfelstückchen zubereiten will, sollte als erstes die Zitrone heiss abwaschen und mit einer Reibe die Schale fein abreiben. Anschließend die Äpfel waschen, schälen und in kleine Würfelchen zerschneiden. Sofort die Würfelchen mit dem Saft der Zitrone beträufeln, damit die Stückchen nicht braun werden.

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Die Äpfel stammen noch aus meinem Garten. Wie Ihr seht, sind sie schon ein wenig schrumpelig und deshalb war es höchste Zeit, dass ich Sie verarbeitet habe.

Für den Teig solltet Ihr nun die Butter schön schaumig rühren. Danach den Zucker, Vanillezucker, die Eier und die Gewürze gründlich unterrühren. Nun das sorgfältig mit Backpulver und dem Kakao vermischte Mehl unterheben. Jetzt fügt Ihr noch den abgemessene Rotwein unter die Menge. Nicht wundern, dass Ganze wird nun relativ flüssig, aber das ist genau richtig so. Ganz zum Schluss nun noch die geraspelte Schokolade und die vorbereiteten Apfelstückchen einrühren. Die Äpfel könnt Ihr auch weglassen und oder auch noch eine Handvoll Cranberries dazugeben.

Jetzt müsst Ihr das Ganze nur noch in eine gefettete und bemehlte Backform füllen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad (Umluft) ca. 50 bis 60 Minuten backen.

Ich hatte beim ersten Mal eine ganz normale Springform von 25 cm Durchmesser  verwendet. Das Ergebnis sah dann so aus:

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Beim zweiten Mal Backen benutzte ich aber meine Guggelhupfform. Das finde ich eigentlich schöner, vor allem wenn es ein Weihnachtskuchen werden soll:

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Wenn Ihr diese Bilder genau anschaut, dann habe ich diesmal statt den Äpfeln vom ersten Mal, Cranberries verwendet. Ich kann nicht sagen, was besser geschmeckt hat. Lasst mal von Euch hören, wie es Euch mit dem Rezept ergangen ist. Würde mich wieder sehr freuen, wenn Ihr mir in den Kommentaren schreiben würdet!!!!

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Jetzt erst mal noch eine frohe Weihnachtszeit für Euch, lasst Euch nicht so sehr stressen mit den Vorbereitungen und geniesst ein wenig die Zeit.

Alles Liebe und Gute von Eurer

Amalie

Herbststimmung und Entspannungstherapie im Morgennebel

Nach meinem Herbstrezept, letzte Woche, will ich Euch gleich noch ganz viele Herbstbilder schicken, die ich kürzlich für Euch eingefangen habe. Trotz der wunderschönen Laubfärbung fühlen sich zwar gerade die letzten Tage eigentlich noch nicht so richtig nach Herbst an. So wurde mir gestern noch von Schwimmern im Starnberger-See berichtet und eine kleine Einladungsrunde im Garten meiner Freundin hat uns schnell unsere Jacken ausziehen lassen, weil die Sonne noch mal so richtig warm daher kam.

Aber besonders in den Morgenstunden, wenn ich mit Dalai Gassi gehe, muss ich mich doch schon mal wärmer anziehen und Mütze und Handschuhe schaden auch nicht wirklich. Vor allem wenn wir unsere Runden an der Isar drehen, dann stimmen uns die Morgennebelschwaden dort schon sehr auf den Herbst ein:

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Den Wasservögeln scheint die Ruhe sehr zu gefallen und man merkt richtig, wie sie es genießen, dass nicht mehr so viele Menschen das sonst so beschauliche Isartal bevölkern.

 

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Wunderschön anzuschauen, zwischen all den grauen Nebelschwaden, sind die herrlichen Farbtupfer, die die Natur noch bereit hält:

 

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Und dann wieder im Gegenzug die Nebelschwaden:

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Auch Dalai scheint das kalte Wasser nichts auszumachen und er ist sichtlich zufrieden mal in aller Ruhe die Isar inspizieren zu können:

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Ein bisschen unheimlich ist’s dann machmal schon; aber die Schönheit der Natur lässt schlechte Gedanken schnell wieder vergessen:

 

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Und wenn man sich ein bisschen auskennen würde, dann würde man als erfahrener Pilzsammler auch den einen oder anderen Leckerbissen für die nächste Malzeit hier finden. Tue ich mich aber leider nicht, auskennen mit essbaren oder ungenießbaren Pilzen:

 

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Vor allem bei Pilzen in dieser Farbe wäre ich aber doch sehr vorsichtig, auch wenn der Glücksklee gleich daneben wächst:

 

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Da sehen dieses beiden Exemplare doch ein wenig freundlicher aus:

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…aber es gibt wohl doch auch Lebewesen, denen der Fliegenpilz bestens schmeckt und wohl auch nicht schadet. Komisch!, hat man uns doch eigentlich immer eingetrichtert, dass er zu den giftigsten Pilzen gehört und never ever, niemals im Kochtopf landen sollte:

 

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Ein Stückchen weiter gelaufen, haben wir dann aber auch schon richtig Frost auf den Wiesen entdecken können:

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Der hat den Blättern aber noch nicht allzu viel anhaben können. Ganz anders aber die vielen hungrigen Tierchen…. seht selbst:

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Ich hoffe Euch hat die kleine Reise in den Herbst an der Isar gefallen und Ihr habt gerade ein bisschen Entspannung durch die Bilder erfahren. Für mich bedeutet so ein Spaziergang am Wasser immer Loslassen von Sorgen und Allem was gerade so nervt und bedrückt. Ich habe dann oft das Gefühl, dass das fließende Wasser des Flusses so Einiges mitnimmt, was ich gerne loswerden will und ich ein wenig „leichter“ wieder zurück nach Hause komme. Vielleicht könnt Ihr mir mal schreiben, ob Ihr so was auch schon erlebt habt. Würde mich sehr freuen!!!

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Zitronen-Lavendel-Joghurt-Gugelhupf

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Es ist mal wieder kein Kuchen im Haus, es ist unter der Woche, es ist wenig Zeit und es ist so einiges im Kühlschrank, was aufgebraucht werden muss. Ausserdem ist es nicht mehr lange hin, bis mein geliebter Lavendel verblüht sein wird. Jedes Jahr ist es das gleiche, ich freue mich so auf die prachtvolle und duftende Reihe meiner Lavendel-Pflanzen, aber ich bin dann jedes mal zu spät um wirklich was Schönes damit anzufangen.

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Diesmal soll es nicht so sein! Diesmal sollen ein paar Blüten in und auf den Kuchen kommen, für den ich mich heute vormittag entschieden habe. Ein Blick in den Kühlschrank hatte mir gezeigt, dass da noch Jogurt und Bio-Zitronen lagerten, die unbedingt verbraucht werden mussten. So läuft das jedes mal bei mir, zuerst durchforste ich meine Kochbücher nach irgendeinem neuen und ausgefallenen Kuchenrezept um dann festzustellen, dass mindestens eine Zutat nicht im Haus ist und ich erst zum Einkaufen fahren müsste. Der Blick nach Vorhandenem hilft dann meist eine Entscheidung zu treffen. Also diesmal sollte es der Zitronen-Lavendel-Jogurt-Gugelhupf werden, den ich ohnehin im Sommer immer sehr liebe. Die Zitrone, der Jogurt und auch der Lavendel geben die nötige Frische, die an heißen Tagen so gut tut. Und ausserdem braucht man für diesen Kuchen nicht lange in der Küche zu stehen, sondern kann anschließend ganz schnell wieder in den Garten hüpfen und die Sonne genießen.

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Hier schon mal ein Bild vom Endprodukt:

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Aber jetzt nach langer Vorrede das Rezept zu meinem wunderbarem Zitronen-Kuchen:

Zutaten für den Teig:

  • 200 g weiche Butter
  • 180 g Zucker
  • einige Spritzer Vanillearoma oder einfach ein Tütchen Vanillezucker
  • abgeriebene Schale einer Biozitrone
  • 50 ml ausgepressten Zitronensaft
  • 3 Lavendel-Zweige mit Blüten
  • 5 Eier
  • 250 g Jogurt
  • 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Zutaten für den Guß:

  • 50 ml Zitronensaft
  • 150 g Kristallzucker
  • Blüten von ca 3 Lavendel-Zweigen

Zubereitung:

  • Zuerst solltet Ihr den Backofen auf 175° C vorheizen und die Gugelhupf-Backform gut fetten und mit Mehl bestäuben, damit Ihr den Kuchen nach dem Backen wieder leicht aus der Form lösen könnt.
  • Die Schale einer, zuvor mit heissem Wasser gewaschenen, Bio-Zitrone abreiben; anschließend 50 ml Zitronensaft auspressen. Dazu braucht Ihr je nach Größe der Zitronen zwei bis drei davon.
  • Vorsichtig die Blüten von den Lavendel-Zweigen streifen. Dabei darauf achten, dass wirklich nur die Blüten und nichts vom Stängel abgelöst wird.
  • Die weiche Butter, den Zucker und das Vanillearoma gut mit dem Quirl schaumig schlagen und danach einzeln die Eier dazugeben. Anschließend Zitronenschale, Zitronensaft und Lavendelblüten unterrühren.
  • Mehl und Backpulver gut vermischen und abwechselnd mit dem Jogurt unter die Buttermischung heben.
  • Den nun fertigen Teig in die vorbereitete Form füllen und bei 175°C  50 bis 60 Minuten backen. Vor dem Herausnehmen aus dem Backofen eine Stäbchenprobe durchführen.

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  • Den Zucker und den Zitronensaft für den Guss verrühren und sofort auf dem noch heißen Kuchen verteilen. So bekommt das Ganze eine schöne Zuckerkruste. Auf den Guss sorgfältig die Lavendelblüten verteilen.

 

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Ihr könnt den Lavendel-Guss auch durch Puderzucker ersetzen oder die Blüten einfach weglassen, falls Euch die Sache mit den Lavendel-Blüten zu blumig ist.

Viel Spass beim Backen und Lavendel-Blüten-Zupfen. Das duftet so gut und entspannt gleichzeitig.

Vielleicht gibt es hier demnächst noch mehr Lavendel-Beiträge und ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr hier über Eure Erfahrungen mit dem Kuchen berichten würdet. Zum Beispiel, wie er Euch und Euren Lieben geschmeckt hat oder ob es beim Backen Schwierigkeiten gegeben hat.

Traut Euch!!!

Aus alt mach neu!

Vor einigen Wochen hatte ich ein paar liebe Freundinnen bei mir zum Frühstück und auf dem Tisch stand unter anderem eine Karaffe Wasser.

Diesmal hatte ich das Wasser beim Auffüllen der Karaffe über zwei Minze-Zweige laufen lassen. Ich liebe es Wasser durch natürliche Zugaben zu aromatisieren. Dabei zählen zu meinen Favoriten Limetten- oder Zitronenscheiben, Ingwer-Scheiben oder auch sehr gerne Rosmarin-Zweige. Das Wasser schmeckt so viel spannender und wirkt gleichzeitig anregend.  Dabei verwende ich immer Glaskaraffen, weil die frischen Zutaten darin immer sehr hübsch und appetitlich aussehen.

Nachdem sich meine Frühstücksrunde aufgelöst hatte, war auch die Wasserkaraffe leer; nur die beiden Zweiglein befanden sich noch frisch und lebendig in dem Behältnis. Da ich nur ungern etwas wegwerfe, vor allem wenn es etwas mit Natur zu tun hat, stellte ich die beiden Minz-Abschnitte in ein mit Wasser gefülltes Wasserglas, in dem Gedanken, sie für meine nächste Wasser-Karaffe aufzuheben.

 

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Als ich nach einem langen Wochenende wieder Lust auf ein Minz-Wasser verspürte, staunte ich nicht schlecht über das, was sich da entwickelt hatte.

Die Zweiglein hatten die paar Tage genutzt, sich in Ruhe ihrer neuen Umgebung, abseits vom alten Minzbusch, anzupassen. Und dabei hatten sie schon nach etwa fünf Tagen angefangen Wurzeln zu treiben.

 

 

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Nach einer weiteren Woche hatte ich dann endlich Zeit mich um die „beiden“ zu kümmern. Da der alte Minz-Busch nicht mehr so ansehnlich war, dachte ich mir, warum was Neues kaufen, wenn da schon was Neues im eigenen Heim heranwächst…

 

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Mit diesem Gedanken ging es schnell zum Gartenhaus, in dem ich noch eine Tüte mit Bio-Kräuter-Erde und einem schönen altem Tontopf lagerte:

 

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Auch eine Tonscherbe, mit der ich das Abzugsloch des Topfes abdeckte, fand sich noch in einer Ecke.

 

 

 

Anschließend füllte ich locker die Kräutererde in den Topf:

 

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In die lockere Erde setzte ich dann vorsichtig die beiden Sprösslinge ein:

 

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Damit sich die Erde schön um die neuen Wurzeln verteilen kann, goss ich das Ganze noch vorsichtig mit einer kleinen Gießkanne an:

 

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Nun bekamen die beiden „Frischlinge“ ein schattiges Plätzchen im Garten und durften erst mal in Ruhe vor sich hin gedeihen. Etwa vier Wochen später habe ich nun folgendes Bild für Euch aufgenommen:

 

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Hier könnt Ihr sehen, wie sich aus zwei kleinen Zweiglein schon ein angehender Busch entwickelt hat. Mein „Baby“ darf nun an seinem etwas schattigeren Plätzchen weiter gedeihen. Inzwischen habe ich nämlich festgestellt, dass es dem ursprünglichen Minz-Busch wohl deshalb nicht so gut ging, weil ihm die starke Sonne der letzten Wochen zu viel war. Deshalb werde ich zukünftig auch für meinen Basilikum-, Koriander- und vor allem auch dem Schnittlauch-Strauch kühlere Plätze in meinem Garten suchen. Die volle Sonne auf der Terrasse ist auch ihnen wohl zu anstrengend.

 

Schreibt mir doch mal, was für Erfahrungen ihr mit Euren Kräutern so macht. Würde mich sehr über Gedanken und Anregungen von Euch freuen.

 

 

 

Winter – Frühjahr – Sommer

 

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Irgendwie ist dieses Jahr für mich der Winter fast nahtlos in den Sommer übergegangen. Da ist es doch erst ein paar Wochen her, so Ende März war das wohl, da war es so kalt, dass wir warm eingepackt durch den Schnee im Wald gestapft sind.

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Es war alles tief verschneit. Aber das erste Grün spitzte schon unter dem Schnee hervor:

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Als dann die Sonne Anfang April so richtig an Kraft gewann, explodierte die Natur förmlich und ich konnte mich nicht mehr satt sehen, an all den wunderbaren Blüten, Farben und Gerüchen. Von einem Tag auf den anderen war das Frühjahr ausgebrochen. Dabei sind immer die Leberblümchen mit ihrer herrlichen lila Farbe die ersten, die sich heraus trauen. Ich liebe ihre starke Farbe so sehr, ist sie doch nach den langen farblosen Monaten so eine Wohltat für die Seele:

 

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Schlüsselblumen, Veilchen und Buschwindröschen (sie gehören übrigens zur Familie des Hahnenfußes) gehören zu meinen Lieblings-Frühjahrsboten:

 

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Über das Vergissmeinnicht, habe ich mich dann ganz besonders gefreut. Mit seiner wunderbaren blauen Farbe, der Farbe der Treue, ist es in vielen romantischen Erzählungen und Geschichten ein fester Bestandteil:

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Die letzten Tage durchströmte nun der wunderbare Geruch, des Waldmeisters den Wald und erinnerte mich an das Lieblingseis meiner Kindheit, das grüne Waldmeister-Eis.

 

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Vielleicht ist dieses Jahr ja doch alles ganz richtig gelaufen; pünktlich im Mai habe ich bei unseren Waldspaziergängen die allseits so geliebten Maiglöckchen gefunden:

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Und dann als der Sommer so richtig angekommen ist, haben natürlich auch schon alle die Blumen angefangen zu blühen, die uns nun die nächste Zeit noch länger begleiten werden:

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Hahnenfuß und Margeriten, lachen in den, nun schon hohen Wiesen, um die Wette.

Auch bezüglich des Hahnenfusses habe ich Kindheitserinnerungen. Meine Schwester und ich „impften“ uns immer fleißig mit den nach der Blüte übrig gebliebenen Samen-käpselchen. Wenn man sie auf die Haut aufdrückt, hinterlassen sie lustige Abdrücke auf der Haut. Wir hatten dabei immer viel Spass, wenn der andere sich laut lachend vor der „Impfung“ wehrte.

 

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Mal schauen, was das weitere Jahr in der Natur so mit sich bringen wird. Hoffentlich werden wir nach diesem wunderschönen Frühjahr auch einen schönen Sommer geschenkt bekommen. Wir werden weiter in den Wäldern und Wiesen unterwegs sein und Euch berichten, was sich da so tut.

 

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