Vor einigen Wochen hatte ich ein paar liebe Freundinnen bei mir zum Frühstück und auf dem Tisch stand unter anderem eine Karaffe Wasser.

Diesmal hatte ich das Wasser beim Auffüllen der Karaffe über zwei Minze-Zweige laufen lassen. Ich liebe es Wasser durch natürliche Zugaben zu aromatisieren. Dabei zählen zu meinen Favoriten Limetten- oder Zitronenscheiben, Ingwer-Scheiben oder auch sehr gerne Rosmarin-Zweige. Das Wasser schmeckt so viel spannender und wirkt gleichzeitig anregend.  Dabei verwende ich immer Glaskaraffen, weil die frischen Zutaten darin immer sehr hübsch und appetitlich aussehen.

Nachdem sich meine Frühstücksrunde aufgelöst hatte, war auch die Wasserkaraffe leer; nur die beiden Zweiglein befanden sich noch frisch und lebendig in dem Behältnis. Da ich nur ungern etwas wegwerfe, vor allem wenn es etwas mit Natur zu tun hat, stellte ich die beiden Minz-Abschnitte in ein mit Wasser gefülltes Wasserglas, in dem Gedanken, sie für meine nächste Wasser-Karaffe aufzuheben.

Als ich nach einem langen Wochenende wieder Lust auf ein Minz-Wasser verspürte, staunte ich nicht schlecht über das, was sich da entwickelt hatte.

Die Zweiglein hatten die paar Tage genutzt, sich in Ruhe ihrer neuen Umgebung, abseits vom alten Minzbusch, anzupassen. Und dabei hatten sie schon nach etwa fünf Tagen angefangen Wurzeln zu treiben.

Nach einer weiteren Woche hatte ich dann endlich Zeit mich um die „beiden“ zu kümmern. Da der alte Minz-Busch nicht mehr so ansehnlich war, dachte ich mir, warum was Neues kaufen, wenn da schon was Neues im eigenen Heim heranwächst…

Mit diesem Gedanken ging es schnell zum Gartenhaus, in dem ich noch eine Tüte mit Bio-Kräuter-Erde und einem schönen altem Tontopf lagerte.

Auch eine Tonscherbe, mit der ich das Abzugsloch des Topfes abdeckte, fand sich noch in einer Ecke. Anschließend füllte ich locker die Kräutererde in den Topf:

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In die lockere Erde setzte ich dann vorsichtig die beiden Sprösslinge ein:

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Damit sich die Erde schön um die neuen Wurzeln verteilen kann, goss ich das Ganze noch vorsichtig mit einer kleinen Gießkanne an:

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Nun bekamen die beiden „Frischlinge“ ein schattiges Plätzchen im Garten und durften erst mal in Ruhe vor sich hin gedeihen. Etwa vier Wochen später habe ich nun folgendes Bild für Euch aufgenommen:

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Hier könnt Ihr sehen, wie sich aus zwei kleinen Zweiglein schon ein angehender Busch entwickelt hat. Mein „Baby“ darf nun an seinem etwas schattigeren Plätzchen weiter gedeihen. Inzwischen habe ich nämlich festgestellt, dass es dem ursprünglichen Minz-Busch wohl deshalb nicht so gut ging, weil ihm die starke Sonne der letzten Wochen zu viel war. Deshalb werde ich zukünftig auch für meinen Basilikum-, Koriander- und vor allem auch dem Schnittlauch-Strauch kühlere Plätze in meinem Garten suchen. Die volle Sonne auf der Terrasse ist auch ihnen wohl zu anstrengend.

Schreibt mir doch mal, was für Erfahrungen ihr mit Euren Kräutern so macht. Würde mich sehr über Gedanken und Anregungen von Euch freuen.

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