Hollerblüten... ein paar Sommerideen; hervorragend geeignet für Wohlbefinden und Gesundheit

Seit meinem letzten Blog-Beitrag zu den Hollerküchlein, geht mir der Holunder irgendwie gar nicht mehr aus dem Sinn. So habe ich mich noch mal hingesetzt und weiter über diese Pflanze recherchiert. Dabei habe ich so viel Neues dazu gelernt, dass ich mich kurzerhand zu einem zweiten Beitrag zum Holler entschlossen habe. 

Ich habe nämlich erfahren, dass der Holunder nicht nur zur Verwendung für leckere Nachspeisen geeignet ist, sondern dass er auch enorme Heilkräfte besitzt. So kann er sogar dabei helfen Viren zu bekämpfen und das ist ja gerade ein sehr wichtiges Thema. Diese Eigenschaft liegt wohl an sogenannten Flavonoiden, die nur in oberirdisch wachsenden Pflanzen vorkommen. Sie wirken vor allem entzündungshemmend und können dadurch bei beginnenden Erkältungen helfen, diese zu bekämpfen bzw. die Symptome der Erkältung zu lindern. So hilft der Holunder hervorragend gegen Fieber und hilft bei Husten und Nasennebenhöhlen-Entzündungen Schleim zu lösen. Zusätzlich wirkt Holunder heilfördernd, stoffwechselfördernd und blutreinigend und stärkt das Immunsystem. 

Auch die Symptome von Gicht und Rheuma kann der Holunder, mit seiner entzündungshemmenden Wirkung, eindämmen.

Er regt die Nierentätigkeit an und hilft deshalb auch bei BlasenentzündungenObendrein wirkt der Holunder auch stimmungsaufhellend und lässt dadurch schlechte Tage, mit einer Tasse Holler-Tee, besser überstehen. 

All dies hat mich so überzeugt, dass ich unbedingt selbst Holler-Tee für diesen Sommer und als Vorrat für den Winter herstellen wollte. 

Somit bin ich mit einem Körbchen ausgestattet, in den letzten Tagen unterwegs gewesen, um noch mal Blüten zum Trocknen, zu sammeln. Bevor auch Ihr loszieht, solltet Ihr ein wenig auf die Umgebung der Hollerbüsche, von denen Ihr ernten wollt achten. Blüten von Hollerbüschen, die zum Beispiel an einer vielbefahrenen Straße wachsen, solltet Ihr lieber nicht verwenden. 

Bei meinen Recherchen zum Holunder habe ich dann auch noch neue weitere Informationen bezüglich des Sammelns von Holunder gefunden. Dabei fand ich, dass man die Dolden des Holunders  möglichst an sonnigen Tagen, am besten zur Mittagszeit, ernten soll. Da ist der, für die Weiterverarbeitung so relevante Blütenstaub, am besten entwickelt. 

Dieser Blütenstaub ist nämlich auch der Haupträger der wertvollen Inhaltsstoffe der Holunderblüte. Aus diesem Grund sollte man Holunderblüten niemals abwaschen (das habe ich in meinem letzten Blogbeitrag zu den Hollerküchlein falsch geschrieben!!!) bzw. auch nicht an regnerischen Tagen ernten. Man würde damit nur diesen wunderbaren Geschmacks-, Farb- und Wirkstoffträger auswaschen

Deshalb ist es auch ratsam die Blütendolden mittels eines Körbchens zu sammeln. Hier können die Blüten schön locker und vor allem luftig nach Hause transportiert werden. 

Am besten klopft man die Blüten nur einfach vorsichtig aus, damit eventuell vorhandene Insekten abfallen.

Nicht zu fest klopfen, da sonst der duftende Blütenstaub auch mit herausfällt. Schaut mal auf meinem Bild links, da kann man erkennen, wie leicht der Staub, nur durch einfaches Ablegen auf einer Unterlage, herausfällt,

Um nun die Blüten für den Holler-Tee zu trocknen, solltet Ihr sie schön luftig auf ein Baumwolltuch legen und einige Tage trocknen lassen. 

Bei mir lagen die Blüten mehrere Tage schön gemütlich auf der Küchen-Fensterbank. So konnte ich sie ab und zu immer wieder ein wenig drehen, damit sie rundum Luft bekamen und nicht anfingen zu schimmeln. 

Nach vier bis fünf Tagen merkt man dann, dass die Blüten langsam trocken und „raschelig“ werden, wenn man sie zwischen die Finger nimmt. 

 

 

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass Ihr vorsichtig die unteren Stengel von den Blüten entfernen könnt. Ihr könnt dies mit einer kleinen Schere tun oder auch einfach mit den Fingern abknipsen. Dabei merkt Ihr auch, ob Eure Blüten schon wirklich trocken sind, denn das Abknipsen geht nur bei wirklich trockenen Blüten einfach. 

 

 

Wenn Ihr Euch dann sicher seid, dass Eure Blüten wirklich gut trocken sind, könnt Ihr sie in Papiertüten oder dunkle Behältnisse, wie Dosen oder Gläser füllen. 

 

Aber bevor Ihr alles wegpackt, solltet Ihr natürlich gleich eine Portion Tee, zum Probieren, kochen. Füllt dazu für ein bis zwei Tassen Tee, ungefähr zwei Teelöffel getrockneter Blüten in ein kleines Sieb oder Netz und gießt sie mit heißem (nicht kochendem) Wasser auf. 

Lasst das ganze ca. fünf Minuten ziehen und schon ist ein herrlicher, sommerlich duftender und sehr gesunder Wohlfühl-Tee, garantiert aus eigener Produktion, fertig.

Ihr werdet den Tee sicher genauso gerne trinken, wie ich dies nun schon seit Tagen tue. Ich bin so stolz auf diesen selbst hergestellten Tee und er tut mir so gut, dass ich aufpassen muss, dass ich noch ein wenig davon für den Winter übrig lasse.

 

Wem die ganze Sache zu aufwendig ist, das Sammeln vieler Blüten, das Trocknen und das „abfieseln“, für den habe ich noch eine ganz schnelle und wirklich auch sehr erfrischende Sommer-Alternative mit Holunderblüten.

Und zwar könnt Ihr einfach ein oder zwei Holunderblüten vom Busch abschneiden, wieder kurz vorsichtig abklopfen und dann einfach kopfüber, ab, in ein Glas mit Milch.

Das ganze dann ein bis zwei Stunden, oder auch länger, wer Zeit hat, stehen lassen. Entweder im Kühlschrank oder einfach nur in der Küche…. Ihr werdet sehen, Ihr bekommt die leckerste und sommerlichste Alternative zu allen anderen Milchgetränken. Und obendrein noch sehr gesund. Ich nenne das ganze meine „Wellness-Milch“. Geht ganz schnell und hat wirklich so gut wie keinen Aufwand. 

 

Also, habt Ihr Lust bekommen, auf Holler-Tee oder Holler-Milch? Da müsst Ihr jetzt dann aber ganz schnell sein.

Wie schon im letzten Beitrag geschrieben, sind die Tage der Hollerblüte gezählt; der Holler ist mit dem Blühen bald fertig. Trotzdem habe ich heute früh im Wald noch einige Sträucher, vor allem in etwas schattigeren Bereichen, gefunden, die noch wunderschöne Blüten trugen.

Noch eins will ich hier an dieser Stelle dazu aber unbedingt loswerden. Nicht vergessen, den Strauch erst schön bitten, bevor Ihr die Dolden abschneidet, damit die Hollerfeen nicht böse werden (schaut dazu mal im vorherigen Beitrag zu den Hollerküchlein).

Damit liegt mir am Herzen, dass Ihr den Hollerbusch mit Achtung und Vorsicht behandeln solltet. Erstens soll er doch auch nächstes Jahr wieder für Euch blühen (deshalb, die Blüten immer vorsichtig, nur kurz unter der Dolde abschneiden, nicht runterreißen). Und zum zweiten, solltet Ihr immer noch ein paar Blüten stehen lassen. Dies ist vor allem für die Bienen wichtig, die in der Hollerblüte viel Nahrung finden. Aber auch für die Vögel sind die schwarzen Beeren des Hollerbusches, im Herbst, wichtiges und sehr vitaminreiches Futter. 

So, jetzt wünsche ich Euch ganz viel Spass beim Hollerblüten-Sammeln und Trocknen. Hoffe die Idee für selbst hergestellten Tee und erfrischender Holler-Milch gefällt Euch. 

Würde mich sehr freuen, wenn Ihr in den Kommentaren mal von Euch hören lassen würdet, wie Euch alles gelungen ist und geschmeckt hat . 

Liebe Sommer-Grüße aus dem Amalienwohnzimmer 

von Eurer Amalie

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