Die Dahlie – Eine Spätsommer-Liebe

Als ich vor einigen Jahren von einer lieben Freundin im Spätsommer eine Dahlie geschenkt bekam, ahnte ich noch gar nicht, welche Liebe ich zu dieser Blume entwickeln würde. Ich bewunderte die wunderschöne Farbe, aber sah in dieser Pflanze eigentlich nur die „Oma“-Pflanze, die ich aus Kindheitstagen aus dem Garten meiner Großmutter kannte. Als das Gewächs dann aber gar nicht mehr aufhören wollte riesengroße Blüten zu produzieren und ich auch immer wieder die eine oder andere abschnitt und damit wunderschöne Blumendekorationen für festlich gedeckte Abendessen-Tische schuf, wuchs sie mir immer mehr ans Herz.

Leider nahm mir dann im Herbst die erste Frostnacht meine inzwischen so geliebte Pflanze und die wundervolle Blütenpracht war von einem Tag auf den anderen zerstört. Nach dieser Nacht fand ich meine Pflanze in einem erbärmlichem Zustand:

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Damals wusste ich noch nicht, dass nun nicht der Zeitpunkt zum trauern gekommen war, sondern, dass es höchst Zeit war zu handeln. So beließ ich meine inzwischen lieb und teuer gewordene Pflanze über den Winter in der Erde und wunderte mich im Frühjahr, dass sich da leider nichts mehr rührte. Zum Glück bekam ich dann im nächsten Jahr von meiner Freundin, nachdem ich ihr mein Leid geklagt hatte, eine neue Pflanze geschenkt. Diesmal gab sie mir aber entsprechende Instruktionen für den Winter, wobei sie mich belehrte, dass es sich bei der Dahlie um keine winterharte Pflanze handele, bei der man aber durch Überwinterung der Knolle an einem frostfreien Platz durchaus im nächsten Jahr wieder viel Freude haben könnte.

So schnitt ich im nächsten Herbst erst einmal die zusammengefrorenen Teile der Pflanze ab….

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… um dann danach vorsichtig die Knolle der Dahlien-Pflanze auszugraben:

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die Knolle von alter Erde zu befreien :

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und sie anschließend in einem Eimer, z.B. mit Sand gefüllt und die Knolle noch einmal mit Zeitungspapier abgedeckt:

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….an einen frostfreien Platz für den „Winterschlaf“ zu bringen. Ich bewahrte den  Eimer bis zum Januar in der Garage auf, da es bis dahin dort noch nicht allzu kalt wurde. Als dann aber Ende Januar die Aussentemperaturen immer weiter in die Minus-Grade fielen und es auch in der Garage empfindlich kalt wurde, beförderte ich den Eimer mit meinem „guten Stück“ in den Keller, der bei weiten nicht so kalt ist. Im Gegenteil hatte ich Angst, dass die Knolle zu früh anfangen würde auszutreiben, da es hier einfach zu warm war. Die Knolle fing zwar ein wenig an auszutreiben, aber durch die Abdeckung mit dem Zeitungspapier, welches ständig Dunkelheit verursachte, brachte ich meine Knolle gut durch den Winter.

Als es dann Ende April schon wieder richtig warm wurde ging ich das Risiko ein, mein gutes Stück schon wieder an seinen alten Platz einzugraben. Dabei grub ich die Knolle nicht so sehr tief. Einen Anhaltspunkt gaben mir die Reste der alten Triebe, die ich im Herbst abgeschnitten hatte. Ein zu tiefes Einsetzen hätte wahrscheinlich die bereits vorhandenen Triebe ruiniert und es hätte die Gefahr bestanden, dass die Knolle vielleicht verfault wäre.

Bereits Mitte Mai konnte ich dann für Euch schon das folgende Bild von meiner wieder fleißig ausgetriebenen Knolle machen:

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Und heute, Ende August kann ich nun schon seit gut sieben Wochen die wunderschönen Blüten meiner Pflanze bewundern:

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Damit die inzwischen wirklich zu einem Busch gewachsene Pflanze nicht umfällt habe ich ein paar Holzstäbe in die Pflanze gesteckt und das ganze mit einer Schnur fixiert.

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Nun kann ich nur hoffen, dass der Herbst noch ganz viele warme Tage beschert, damit ich noch ganz lange viel Freude an meinem „Baby“ haben kann.

Ich hoffe Euch hat diese „Liebes-Geschichte“ gefallen und auch Ihr habt vielleicht Lust bekommen, Euch eine Dahlie anzuschaffen. Es gibt sie jetzt gerade überall zu kaufen und Ihr habt ja nun erfahren, dass Ihr mit ein wenig Glück und Geschick durchaus auch in den nächsten Jahren noch Freude an der Pflanze haben könnt.

Vielleicht habt Ihr ja selbst schon Erfahrungen mit Dahlien gemacht und schreibt mir mal dazu. Würde mich sehr freuen!!

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