Ich weiß, Bananen sind nicht jedermanns Sache. Aber hier im Amalienwohnzimmer-Haushalt werden sie eigentlich ganz gerne gegessen und noch lieber, im Kuchen verarbeitet, verspeist. Auch wenn es hier auf dem Blog schon ein paar Bananenkuchen-Rezepte gibt (schaut mal unter: Zimt-Bananen-Marmor-Brot mit dicken Streuseln oder unter: Herbstlicher Bananenbrot-Kuchen mit frischen Cranberries, Datteln und Kokosflocken) möchte ich Euch dieses wirklich sehr schnell gebackene neue Rezept recht ans Herz legen.
Das Besondere an meinem neuen Bananen-Brot-Rezept sind diesmal fast vergessene Früchte aus vergangenen Zeiten, nämlich die Beeren der Felsenbirne.
Die Felsenbirne ist eigentlich ein Zierstrauch, der bis zu 6 Metern hoch werden kann. Im Frühjahr trägt er hübsche weiße Blüten, die ein wenig an Birnbaum-Blüten erinnern. Daher wohl auch der Name Felsenbirne. Viele Menschen ahnen gar nicht, dass man die von Juni bis Juli erscheinenden rot bis violetten Früchte, die ein wenig an Heidelbeeren erinnern, essen kann. Jedoch wurden die Beeren bzw. eigentlich sog. Apfelfrüchte, in früheren Zeiten gerne zur Herstellung zum Beispiel von Säften, Marmeladen, Gelees, Liköre und als Ersatz für Korinthen verwendet.
Sie sind sehr gesund, da sie unter anderem viel Vitamin C, Gerbstoffe, Mineral- und Ballaststoffe, Calcium und Magnesium enthalten. Sie wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und einen guten Schlaf aus und wirken entzündungshemmend. Wer sie in ganz großen Mengen verzehren will, muss allerdings ein wenig vorsichtig sein, denn die Kerne der Beeren enthalten, wie zum Beispiel auch Apfelkerne, geringe Mengen an Blausäure, welche Magenbeschwerden und Durchfälle verursachen können. Dazu sind aber wirklich sehr große Mengen nötig.
Letztes Jahr trug mein Felsenbirnen-Baum außergewöhnlich viele Früchte und wir genossen sie öfters im Joghurt oder einfach frisch gepflückt. Viel zu spät kam mir dann die Idee, die Beeren vielleicht auch mal in einem Kuchen zu verarbeiten. Leider hat mir dieses Jahr der Hagel und die Amseln wieder die Freude auf solch einen Kuchen verdorben, denn ich konnte wirklich nur noch eine Handvoll von den kleinen Früchten ergattern. Aber für ein wirklich fantastisches Bananen-Brot hat’s dann doch noch gelangt.
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Liebe Amalie,
ich mag Felsenbirnen auch sehr gern - letztes Jahr hab ich ganz viele eingefroren und über den Winter jeden Morgen ein paar in mein Müsli.
Tolle Idee, sie in einen Kuchen zu stecken!
Liebe Grüße
Nanni
Liebe Nanni,
lieben Dank für Deine Nachricht, hier. Das hört sich ja an, als ob Du schon ein richtiger Felsenbirnen-Spezialist bist. Ich fange damit gerade erst an und wenn es vielleicht nächstes Jahr wieder mehr Beeren gibt, werde ich bestimmt auch ein paar davon einfrieren, wenn die Amseln mir welche übrig lassen. Die sind nämlich verdammt schnell, sobald die Früchte reif sind. Ich kann da gar nicht schnell genug schauen! Danke für die Anregung!
Liebe Grüße
Amalie