Mamis Blumenkohl–Salat – eine Hymne auf vergangene Zeiten

Da ist sie wieder, die Sehnsucht nach längst vergangenen Tagen. Jedes mal wenn’s im Sommer darum geht das nächste Picknick, die bald nahende Gartenparty oder das kulinarische Mitbringsel für das Grillfest der Nachbarn zu planen, kreisen meine Gedanken um diesen wunderbaren Blumenkohl-Salat meiner Mutter. Ich frage mich dabei immer wieder, ist dieser Salat heute zu Tage nicht zu old-style, wer mag denn noch Blumenkohl essen, oder, oder, oder?? Aber jedes mal, wenn ich mich dann doch dafür entschieden habe, meinen Retro-Gedanken nachzugeben und diesen wunderbar erfrischenden Salat zubereitet habe, waren alle einfach schlichtweg begeistert.

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Nachdem mich letztens sogar eine gute Freundin (die den Salat sicher schon vor Jahren mal bei mir serviert bekommen hatte und sich offenbar daran erinnern konnte) nach dem Rezept fragte, entschied ich auf der Stelle auch Euch das Rezept zukommen zu lassen.

Schriftlich ist das Rezept in meiner Familie nirgends festgehalten, so dass alles aus meiner Erinnerung zusammengetragen ist. Nachdem ich den Salat diese Woche nun nochmal im Testgang fabriziert habe, denke ich, dass es nun ungefähr dem entspricht, nach dem meine liebe Mami, die ich dazu leider nicht mehr befragen kann, den Salat vor vielen vielen Jahren sehr oft im Sommer für uns zubereitet hat.

Somit liegt dieses herrliche Rezept nun endlich schriftlich vor und Ihr könnt diesen Sommersalat vielleicht diesen Sommer auch mal für Eure Lieben herstellen:

 

 

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Zutaten:                                             PCJNE3301.jpg

  • 1 Blumenkohl
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Bund Dill
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Mayonnaise
  • Jogurt
  • Zitrone
  • 2 bis 4 Tomaten
  • Salz
  • Pfeffer

 

 

 

Zubereitung:

  1. Als erstes bringt Ihr einen großen Topf Wasser mit Salz zum Kochen.
  2. Bis das Wasser kocht wascht Ihr den Blumenkohl, entfernt die Blätter und teilt ihn in kleine Röschen. Die Röschen werden dann ins kochende Wasser gegeben und ca 5 bis 7 Minuten bissfest gekocht. Nicht zu lange kochen, da Euch sonst später der ganze Salat zu matschig wird. Nach dem Kochen die Blumenkohl-Röschen in ein Sieb abgießen und auskühlen lassen.
  3. Nun bereitet Ihr die Marinade für den Salat vor. Dazu schält Ihr die Zwiebel und hackt sie in kleine Stückchen. Dann mischt Ihr in einer größeren Schüssel jeweils ca. 3 Esslöffel Mayonnaise und Jogurt (da müsst Ihr selber entscheiden, ob Ihr lieber kalorienarm zubereiten wollt; dann könnt Ihr das Verhältnis je nachdem ein wenig ändern) mit Salz und Pfeffer und rührt anschließend noch ungefähr einen Teelöffel Zitrone und die gehackten Zwiebeln unter.
  4. Jetzt geht die Kleinarbeit los. Das heisst Ihr wascht die Kräuter, entfernt die Spitzen von den Stängeln (ich habe von Dill und Petersilie jeweils ca. fünf Zweige verwendet und vom Schnittlauch einen kleinen Bund) und hackt nun diese Kräuterabschnitte sorgfältig klein. Diese „grüne Feinarbeit“ wird dann zum Schluss unter die Marinade gehoben.
  5. Jetzt seid Ihr fürs erste fast schon fertig, denn Ihr müsst nun nur noch die ausgekühlten Blumenkohl-Röschen in die Marinade geben und ganz vorsichtig damit vermischen. Bitte nicht zu grob sein, weil Euch sonst der Blumenkohl zerfällt.
  6. Nun deckt Ihr die Schüssel am besten mit Folie ab und stellt sie für ca. drei bis vier Stunden in den Kühlschrank, damit das ganze gut durchziehen kann.
  7. Kurz vor dem Servieren, wascht Ihr dann noch die Tomaten, entfernt den Strunk, schneidet alles in kleine mundgerechte Stückchen, die Ihr anschließend wieder sehr vorsichtig unter den Salat hebt. Bevor ich die Tomaten in den Salat gemischt habe, habe ich sie noch ein wenig mit der Mühle gesalzen und gepfeffert.

 

Dieser Salat kann auch wunderbar schon einen Tag früher vorbereitet werden; beziehungsweise schmecken Reste davon (die gibt’s erfahrungsgemäß aber eher selten!!) auch am nächsten Tag noch sehr gut. Meine Familie findet, dass der Salat dann sogar noch besser schmeckt, da alles mehr Zeit hat gründlich durchzuziehen. Dabei ist es aber wichtig, dass Ihr alles immer gut kühlt, da an heissen Tagen die Mayonnaise leicht verdirbt. Ausserdem ist es ratsam, die Tomaten so spät wie möglich zuzugeben, da sie sonst leicht das Ganze verwässern.

 

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So, jetzt ist das Rezept endlich schriftlich niedergelegt und ich bin sooooo gespannt, ob Ihr es auch ausprobieren werdet. Zur Zeit macht der Sommer hier im Süden zwar eine kleine Pause, aber ich bin mir sicher, dass noch einige warme Sommerabende kommen werden, an denen Ihr Freunde, Nachbarn, Verwandte einladen werdet oder Ihr selbst eingeladen werdet. Und da würde ich mich wirklich freuen, wenn der eine oder andere von Euch mein altes „Mami“-Rezept ausprobieren würde und BITTE, BITTE, BITTE hier auf dem Wohnzimmer-Blog berichten würde, wie alles geklappt hat und vor allem ob’s geschmeckt hat.

 

Schönen Sommer noch, wünscht Euch Eure

 

Amalie

 

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Sommerfrüchte-Kuchen mit Ricotta und Jogurt

Hallo meine Lieben, zwei Monate habt Ihr nichts mehr von mir gehört. Es tut mir so leid und ich hoffe Ihr habt mich nicht schon alle vergessen. Ich war in der Zwischenzeit nicht faul, sondern einfach seit Pfingst-Montag, Potz-Blitz-Mega-Gewitter vom Internet ausgeschlossen worden. Aber ich habe gekämpft…. mit meiner Telefongesellschaft …. und es hat gewirkt; seit letzter Woche bin ich wieder mit von der Partie und habe wieder Internet und Telefon.

Und weil Ihr so lange warten musstet, bekommt Ihr gleich zum Restart das beste, 2019-Sommerlieblings-Kuchen-Rezept ever von mir geliefert. Diesen Kuchen habe ich in diesem Sommer schon ein paar mal hintereinander gebacken, weil er einfach so wahnsinnig schnell hergestellt ist.

 

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Ihr müsst jetzt aber nicht denken, dass der Kuchen jedes mal komplett derselbe war; nein ich habe den Kuchen immer wieder variiert, indem ich jedes mal andere Früchte verarbeitet habe.

Für Euch habe ich den Kuchen diesmal mit Blaubeeren, Johannisbeeren und ein paar Stückchen Nektarine gebacken.

Ihr könnt ihn aber zum Beispiel auch mit Himbeeren, Brombeeren, Aprikosen oder auch Pfirsichen backen. Also am Besten einfach bisschen experimentieren bzw schnell nachschauen, was Ihr gerade so zu Hause habt.

 

 

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Jetzt aber ganz fix zum Rezept für den besten Ricotta-Jogurt-Kuchen in diesem wunderbaren Sommer:

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Zutaten:

  • 180 g Weizenmehl
  • 150 g Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 – 4  Eier (je nach Größe M oder L)
  • 250 g Ricotta
  • 100 g Jogurt
  • 125 g geschmolzene Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 225 g Früchte
  • Puderzucker                                                  IMG_2095.jpeg

 

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Zubereitung:

  1. Als erstes solltet Ihr Euren Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ausserdem Eure Springform (24cm Durchmesser) gut fetten und die Butter auf dem Herd vorsichtig schmelzen, damit sie anschließend Zeit hat abzukühlen.
  2. Nun bereitet Ihr die Früchte Eurer Wahl vor. Beeren waschen und vorsichtig abtropfen; Pfirsiche oder Nektarinen ebenfalls waschen und in schmale Spalten schneiden.
  3. Anschließend verquirlt Ihr die Eier, den Jogurt, den Ricotta, und den Esslöffel Vanilleextrakt. In diese Mischung rührt Ihr nun die flüssige und abgekühlte Butter. Dabei wirklich aufpassen, dass die Butter nicht mehr zu heiß ist, da Euch sonst leicht das Ganze stocken könnte.
  4. Zum Schluss rührt Ihr das mit Zucker, Backpulver und Salz vermischte Mehl gut unter. Das Ganze sollte einen glatten Teig ergeben.
  5. Den Teig nun in die vorbereitete Form füllen und schön glatt streichen.
  6. Auf den Teig werden nun die Früchte verteilt und leicht eingedrückt.
  7. Jetzt schnell das Ganze in den vorgeheizten Ofen und ungefähr 40 bis 45 Minuten backen. Nach dem Herausholen den Kuchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und später, wenn Ihr Lust habt, noch mit Puderzucker bestreuen.

 

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Ich finde diesen Kuchen einfach nur herrlich.  Er ist so fantastisch leicht und fruchtig und so genial  schnell hergestellt. Denn wer hat schon Lust bei tollstem Sommerwetter ewig in der Küche zu stehen.

 

 

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Es würde mich sehr freuen, wenn Euch dieses Rezept Lust auf diesen herrlichen Ricotta-Jogurt-Kuchen gemacht hätte.

 

Vielleicht lauft Ihr jetzt ganz schnell in Eure Küche und probiert das Rezept selbst aus. Und wie immer würde ich mich riesig freuen, wenn Ihr in den Kommentaren berichten würdet, wie es gelungen ist, mit welchen Früchten Ihr gebacken habt und vor allem, wie es Euch geschmeckt hat.

 

Viel Spass beim Backen wünscht Euch

Eure Amalie!

 

 

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