Upcycling – stylische Idee zum Umweltschutz

Nachdem unsere Umwelt und unser Klima durch „fridays for futur“ und Greta Thunberg endlich nicht mehr nur zweitrangiges Thema ist und auch ich aktiv etwas zum Umweltschutz beitragen möchte, habe ich überlegt, wie ich versuchen könnte meinen, in den letzten Jahren immer größer werdenden Abfallsack kleiner werden zu lassen. Dazu fing ich an, kein fertig abgepacktes Gemüse und Obst mehr zu kaufen und nicht mehr jede einzelne Paprika, Chili, Ingwerwurzel, Zwiebel …. in einzelne Säckchen zu verpacken. Das freut dann zwar die Damen und Herren an der Kasse nicht besonders, weil es nicht so einfach ist, ein dreimal beklebtes „Sackerl“ samt Inhalt dreimal über den Scanner zu ziehen. Das ist mir dann aber im Sinne der Umwelt egal und es regt vielleicht den einen oder anderen auch an, das gleiche oder ähnliches zu tun.

Im nächsten Schritt begutachtete ich den nun noch übrig gebliebenen Inhalt meines Abfallsackes  und erkannte dabei, dass man aus ganz vielem achtlos hineingeworfenem vermeintlichem Abfall, viele nette und oft auch nützliche Dinge zaubern kann. Und ganz nebenbei entwickelte sich für mich auch noch ein neuer Gedanke für meinen Blog. Und zwar möchte ich Euch nun in Zukunft aus meinem Wohnzimmer von meinen Ideen berichten, wie Ihr und ich ganz einfach und schnell Wunderschönes, Brauchbares und auch Nützliches aus den Dingen, die Ihr eigentlich wegwerfen wolltet  herstellen könnt.

Somit hier mein erster Beitrag zu diesem Thema und ich hoffe sehr, dass ich noch viele weitere Eingebungen zum Thema Upcycling für Euch haben werde. Mein Abfallsack ist jedenfalls in letzter Zeit schon ein wenig kleiner geworden; dafür ist meine Sammlung von allen möglichen Dingen zum Leidwesen meiner Familie ein wenig größer geworden. Aber keine Angst ich habe nicht vor unter die „Messies“ zu gehen, da ich immer ganz schnell aus diesen Dingen was Neues herstellen möchte. Denn das englische Wort Upcycling meint ja auch,  etwas scheinbar nutzloses wieder zu verwerten    beziehungsweise daraus ein neuwertiges Produkt herzustellen. Nach kurzer Recherche zu dem Thema habe ich dann auch gleich die wunderschöne und geniale Anregung gefunden aus leeren Milch- und Sahnetüten Gefäße herzustellen, die man als Pflanzgefäße, Stiftehalter oder auch Wasserbecher (zum Beispiel beim Wandern und Campen) und und und… verwenden kann:

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Jetzt aber genug der langen Vorrede und schnell zur Anleitung für die Herstellung dieser wunderbaren Teile. Zuerst braucht Ihr natürlich leere Milchtüten, die Ihr am besten mit ein wenig Spülmittel auswascht und mit der Öffnung nach unten gestellt austrocknen lasst. 

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Danach schneidet Ihr mit einem großen Sägemesser oder mit einer Schere den oberen Teil der Milchtüte ab. Damit das nicht allzu schief wird habe ich versucht mich dabei ein wenig am Aufdruck der Milchtüte zu orientieren: 

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Nun müsst Ihr die „kopf-losen“ Tüten auf der langen Seite kräftig, kräftig knautschen… in alle Richtungen; hin und her damit die oberste farbig bedruckte Schicht Deiner Milchtüten weich und geschmeidig wird:

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Diese Prozedur ist deshalb nötig, damit Ihr anschließend beginnen könnt, die oberste bedruckte Schicht vorsichtig von der Tüte zu lösen. Dabei müsst Ihr genau darauf achten, dass Ihr wirklich nur die oberste Schicht löst und beim Herunterziehen nicht zu viel abreißt. Es besteht sonst nämlich die Gefahr, dass das Gefäß zu dünn wird. Am besten fangt Ihr da an, wo die Tüte der Länge nach zusammengeklebt ist und zieht die Oberschicht so lange ab, bis die Tüte komplett „ausgezogen“ ist; ich habe jedoch dabei zur Sicherheit den Boden nicht abgezogen, damit das Ganze möglichst dicht bleibt:

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Das Abziehen der „Haut“ kann ein wenig mühsam sein; aber Ihr seid nun schon fast fertig, denn jetzt müsst Ihr nur noch den Rand umkrempeln. Dabei könnt Ihr die Höhe des Gefäßes je nachdem wieviel Ihr umkrempelt und oder bzw wie breit ihr den Rand umkrempelt bestimmen. Ich habe den Rand zweimal umgelegt damit das ganze schön gerade und sauber aussieht:

 

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Alles fertig…. jetzt könnt Ihr entscheiden, ob Ihr Eure Gefäße anmalen wollt, ob Ihr sie beschriften wollt oder zum Beispiel jetzt für Ostern kleine Nester daraus bauen wollt. Ich glaube Ihr habt da bestimmt sehr viele Ideen !!

IMG_0096.jpeg    Die Tüte eignet sich hervorragend als kleines Frühjahrs-Geschenk!

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Schaut mal, wie nett es aussieht, wenn Ihr die Tüten beschriftet:

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ihr glaubt gar nicht wie viel Spass ich beim Herstellen und Befüllen meiner kleinen Tütchen hatte.  Würde mich wirklich freuen, wenn Ihr hier berichten würdet ob Ihr beim „Nach-cyclen“ klar gekommen seid und was Ihr mit den Tüten angestellt habt!

 

Viel Freude beim Experimentieren wünscht Euch Eure Amalie !